Konfliktmanagement am Arbeitsplatz: Konflikte lösen - Jetzt!

Sobald mehrere Menschen regelmäßig aufeinander treffen, lässt sich gelegentlicher Streit kaum vermeiden – gut, wenn du mit Konfliktmanagement vertraut bist und weißt, wie du diese Konflikte lösen kannst. Stehen Du und die anderen Beteiligten zusätzlich unter Stress und Druck, dann wächst das Risiko für Auseinandersetzungen deutlich.

Der Arbeitsplatz ist daher geradezu prädestiniert dafür, zur Streitarena zu werden. Hier treffen deine Auffassungen und Standpunkte auf die von anderen. Jeder will Karriere machen. Und da auf der Karriereleiter nun mal nicht jeder gleich weit hoch klettern kann, ergibt sich ein zusätzliches Potenzial für Diskussionen, Auseinandersetzungen und regelrechte Kämpfe.

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Wann ist Konfliktmanagement nötig? 

Mit dem Streit am Arbeitsplatz ist es so eine Sache. Auf der einen Seite sind Konflikte oft ganz schön kontraproduktiv. Sie lenken von den eigentlichen Aufgaben ab, geben den Beteiligten ein schlechtes Gefühl und sorgen für eine angespannte Atmosphäre. Auf der anderen Seite ist der Übergang zwischen einer engagierten Diskussion und einem Streit aber fließend.

Greift jemand hier zu früh schlichtend ein oder erstickt das Unternehmen aus lauter Angst vor Konflikten jede Auseinandersetzung bereits im Keim, dann kommen wichtige Argumente nie zur Sprache. Kontroverse Standpunkte werden nicht miteinander ausgetauscht und viele Gedanken, die die kreative Atmosphäre eines Streitgesprächs brauchen, bleiben ungedacht. Hinzu kommt, dass ein richtiger Streit wie ein reinigendes Gewitter wirken kann. Er baut Spannungen ab und schafft die Grundlage dafür, dass die Beteiligten anschließend umso friedlicher und harmonischer zusammenarbeiten.

Du siehst: Beim Thema Streitigkeiten im Job hast du es mit einer Gratwanderung zu tun. Für ein erfolgreiches Konfliktmanagement, musst du zwischen guten und schlechten Auseinandersetzungen unterscheiden können. Außerdem solltest du die hauptsächlichen Ursachen für Konflikte am Arbeitsplatz kennen. Außerdem brauchst du eine Vorstellung davon, warum manche Menschen gar nicht anders können, als sich permanent zu streiten.

Genau diese Grundlagen werde ich dir im Folgenden vermitteln. Im Anschluss an diesen Kurs bist du in der Lage, überflüssige Streitigkeiten zu vermeiden, sinnvolle Auseinandersetzungen zu fördern und dich insgesamt für eine bessere und friedlichere Atmosphäre am Arbeitsplatz einzusetzen.

Nicht immer einfach zu unterscheiden: Gute Konflikte, schlechte Konflikte

Erfolgreiches Konfliktmanagement am Arbeitsplatz bedingt die Fähigkeit, zwischen sinnvollen Auseinandersetzungen und sinnlosen Streits unterscheiden zu können. Diese Unterscheidung ist oft ganz schön schwierig und wird zusätzlich dadurch erschwert, dass die Übergänge fließend sind. Oft entsteht nämlich aus einem anfänglich nervigen und überflüssigen Geplänkel am Ende doch noch eine kreative Kontroverse. Und leider geschieht es ebenso häufig, dass eine zunächst konstruktive Diskussion in einen persönlichen Krieg ausartet. Wenn du hier nicht ganz genau beobachtest, in welche Richtung sich eine Auseinandersetzung gerade entwickelt, ist ein Konfliktmanagement unter Kollegen unmöglich.

Einen guten Anhaltspunkt für die Sinnhaftigkeit eines Streitgespräch liefert die genaue Beobachtung des thematischen Verlaufs. Hier gibt es zwei Merkmale, die klar dafür sprechen, dass eine Diskussion aus dem Ruder läuft. Dies ist zum einen der Fall, wenn im Gespräch plötzlich persönliche Aspekte auftauchen. Hierbei kann es sich um Schuldzuweisungen, um persönliche Vorwürfe oder sogar um mehr oder weniger offen geäußerte Beleidigungen handeln. Tauchen solche Gesprächsbeiträge auf, dann kannst du mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass ein Streitgespräch nicht mehr sinnvoll ist. Das beste Konfliktmanagement besteht jetzt darin, die Situation zu unterbrechen, bis sich die Beteiligten ein wenig abgekühlt haben. Vielleicht sind sie später in der Lage dazu, das ursprüngliche Gespräch wieder auf sinnvolle Weise aufzunehmen.

Zum anderen sollte der abrupte Wechsel von Themen immer ein Warnsignal sein. Oft beginnt ein Gespräch damit, dass zwei oder mehr Personen über ein bestimmtes Thema abweichende Standpunkte austauschen. Im weiteren Verlauf stellst du auf einmal fest, dass scheinbar wahllos weitere Themen eröffnet werden. Das ist eine rote Flagge: Hier ist Aufmerksamkeit angebracht. Es liegt nämlich der Verdacht nahe, dass um des Streites willen gestritten wird. Und solche Konflikte bringen wenig oder nichts und verderben zusätzlich die Atmosphäre am Arbeitsplatz.

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Konfliktmanagement im Büro: Die 5 Arten von Streit am Arbeitsplatz

Um Konfliktmanagement im Büro besser umsetzen zu können, solltest du dich mit den verschiedenen Arten von Streit beschäftigen. Ich stelle dir hier die fünf häufigsten Anlässe vor, aus denen es zu Konflikten unter Kollegen kommt. Hierbei mache ich dich nicht nur mit den hauptsächlichen Eigenschaften und Merkmalen der Streitfälle vertraut. Ich zeige dir auch, wie du als beteiligte Person oder als Außenstehender optimal damit umgehen kannst.

Konflikt 1: Der Streit um konkrete Sachfragen

Beginnen wir mit der wohl besten Art von Konflikten am Arbeitsplatz. Die Rede ist vom reinen Sachkonflikt. Dabei geht es einfach nur um unterschiedliche Auffassungen zu bestimmten faktischen Fragen. Als Beispiel diskutierst du im Team über verschiedene unternehmerische Zielsetzungen oder auch über unterschiedliche Überzeugungen, wie ein bestimmtes Ziel optimal zu erreichen ist.

Das übereinstimmende Merkmal solcher Auseinandersetzungen: Die einzelnen Redebeiträge basieren überwiegend auf Fakten und Argumenten. Im Mittelpunkt steht dabei der Wunsch, den Gesprächspartner auf vernünftige Weise zu überzeugen. Meist vollziehen sich solche Auseinandersetzungen in einer ruhigen und von Vernunft gekennzeichneten Atmosphäre. Sobald eine Lösung gefunden wurde, mit der beide Seiten einverstanden sind, kann der Konflikt beigelegt werden.

Die hohe Kunst beim Sachstreit besteht in der Fähigkeit, sich auf Kompromisse zu einigen. Hierzu ist es erforderlich, dass du in dem ein oder anderen Punkt zurücksteckst, um dich dafür in anderen Belangen durchzusetzen. Kompromissbereitschaft und gegenseitiges Verständnis schaffen gute Voraussetzungen für einen harmonischen Gesprächsverlauf. Und dieser wiederum sorgt dafür, dass aus der Auseinandersetzung optimale Lösungen hervorgehen. Musst du im Konflikt Zugeständnisse machen, hilft dir unser ultimativer Guide zur Gehaltsverhandlung. Der ist universell einsetzbar.

Konflikt 2: Konflikte durch Missverständnisse

Probleme durch Missverständnisse sind für Außenstehende häufig viel leichter zu erkennen als für die Beteiligten selbst. Kennst du die Situation, in der du ein Streitgespräch verfolgst und im Gegensatz zu den Teilnehmern sofort offensichtlich findest, woran es gerade hapert? Hier hast du es meist mit Konflikten zu tun, die durch Missverständnisse entstehen. Problematisch wirkt sich dabei aus, dass die menschliche Kommunikation so vielschichtig und komplex ist. Kleinste mimische Regungen, eine winzige Geste, eine spezielle Körperhaltung oder ein bestimmter Tonfall reichen völlig aus, um einer eigentlich harmlosen Aussage ein ungeheures Gewicht zu verleihen. In der Folge reagiert dann auch das Gegenüber nicht mehr angemessen und es kommt zu einer Auseinandersetzung. Der eigentliche Gesprächsgegenstand ist längst aus den Augen verloren.

Ob als Beteiligter oder als Beobachter: Die Lösung fürs Konfliktmanagement lautet hier immer: Deeskalation. Deutliche Worte sind ein ideales Mittel gegen Konflikte, die durch nonverbale Reaktionen entstanden oder verstärkt wurden. Hierbei gilt es immer, die Kommunikation wieder zurück auf direkt ausgesprochene Aussagen zu führen. Diese sind viel eindeutiger und weniger anfällig für Missverständnisse.

Konflikt 3: Der Streit auf Grund von Rollenkonflikten

Jeder Mensch nimmt in seinem Leben eine ganze Reihe von verschiedenen Rollen ein. Diese unterscheiden sich meist in Abhängigkeit von den Gruppen, in denen du agierst. Natürlich verhältst du dich anders innerhalb deiner Partnerschaft als in der weiteren Familie, im breiten Bekanntenkreis oder am Arbeitsplatz. 

Doch gerade in beruflicher Hinsicht sorgt dieses Rollenverhalten für eine Menge Zündstoff. Das liegt vor allem an zwei Aspekten: Zum einen sind hier die Übergänge fließend, da du mit deinen Kollegen, zumindest teilweise, auch freundschaftliche Beziehungen pflegst. Befindest du dich zum Beispiel in einer gemeinsamen Situation mit vertrauten Kollegen und einem distanzierten Vorgesetzten, dann kann sich in Bezug auf das angemessene Verhalten schnell ein innerer Konflikt ergeben.

Zum anderen verfolgst du innerhalb deiner Berufstätigkeit oft ganz konkrete Ziele. Um diese zu erreichen, wendest du strategische Mittel an und diese weichen in der Regel von deinem gewohnten Rollenverhalten ab. Manche Grenzüberschreitung von unliebsamen Kollegen des anderen Geschlechts gehören auch in diese Kategorie.

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Konfliktmanagement bei Rollenkonflikten kann nur heißen: Entweder du musst damit leben oder sie konkret ansprechen. Die Tatsache, dass du dich in unterschiedlichen Konstellationen auch unterschiedlich verhältst, ist nicht veränderbar. Wer kann sich schon vorstellen, sich im Zweiergespräch mit dem Chef genau so zu verhalten, wie in trauter abendlicher Zweisamkeit auf dem Sofa?

Es geht also darum, Rollenkonflikte auszuhalten und sie im beruflichen Alltag nicht überhand nehmen zu lassen. Sollte es aber zu weit gehen und z.B. ein Vorgesetzter seine Macht ausnutzen, solltest du dir das nicht still ansehen. Gerne helfe ich dir beim Konfliktmanagement im individuellen Coaching. Meld Dich einfach für einen 15-Minuten Kennenlern-Call:

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Konflikt 4: Der Streit über abweichende Wertvorstellungen

Es gibt Streitigkeiten, bei denen du erst nach einiger Zeit bemerkst, dass es eigentlich gar nicht um die konkret verhandelten Themen geht. Stattdessen diskutieren die Teilnehmer, meist ohne es deutlich auszusprechen, über ihre abweichenden Wertvorstellungen. Den meisten Menschen fällt es viel leichter, eine Auffassung zu einem bestimmten Fachthema zu vertreten, als persönliche Werte in den Mittelpunkt einer Diskussion zu stellen.

Doch genau diese Vorgehensweise birgt erhebliche Risiken für unlösbare Konflikte. Unterschiedliche Wertvorstellungen prallen zum Beispiel häufig bei abweichenden Arbeitsauffassungen aufeinander. Hier fällt es dem Streitführer vergleichsweise leicht, sich kontrovers zu einer bestimmten Sachfrage zu äußern. Sein Gegenüber dagegen auf ganz persönlicher Ebene aufgrund seiner mangelnden Arbeitsmoral anzugreifen, ist bedeutend schwieriger. Problematisch wirkt sich hierbei nur aus, dass Konfliktmanagement unmöglich werden kann, solange die wahren Ursachen gar nicht geäußert werden.

Stell dir hier zunächst die Frage, ob du am Arbeitsplatz unbedingt gleiche Wertvorstellungen mit deinen Kollegen pflegen musst. In vielen Fällen ist hier ein wenig Toleranz gegenüber abweichenden Werten angemessen. Stellt sich jedoch heraus, dass moralische oder ethische Grundsätze unbedingt miteinander synchronisiert werden müssen, dann solltest du dich darum bemühen, diese klar zu äußern und sie nicht hinter scheinbaren Sachthemen zu verbergen.

Konflikt 5: Der Konflikt auf persönlicher Ebene

Kommen wir zur vorerst letzten Ursache für Streitigkeiten am Arbeitsplatz. Hierbei handelt es sich um ein besonders weit verbreitetes Phänomen. Die Rede ist von Konflikten, die sich auf der persönlichen Ebene zwischen Kollegen ergeben. In der Regel kannst du hierbei beobachten, dass die Beteiligten so tun, als würde es um reine Sachthemen gehen.

In Wirklichkeit stecken aber persönliche Motive hinter den Auseinandersetzungen. Es kann sich in dieser Situation um bloße Antipathie, um persönliche Konflikte aus der Vergangenheit, um Neid und Eifersucht oder um übermäßige Konkurrenz handeln. Problematisch wirkt sich dabei aus, dass die Beteiligten meist so tun, als würde es sich um sinnvolle Auseinandersetzungen auf der Sachebene handeln.

Es kommt also zu überflüssigen Streitigkeiten, die sich ausgesprochen nachteilig auf die Atmosphäre am Arbeitsplatz und auf die Arbeitsergebnisse auswirken und die Unbeteiligten außerdem furchtbar auf die Nerven gehen.

Bist du selbst in einen solchen Konflikt verstrickt, dann hilft fürs Konfliktmanagement auf Dauer nur das offene Gespräch unter vier Augen. Hierbei solltest du versuchen, die Ursachen für die Feindseligkeiten direkt zur Sprache zu bringen. Kommt es nicht zu einer Einigung, dann solltest du dich mit deinem Streitgegner zumindest darauf verständigen, den Konflikt nicht länger in den Arbeitsalltag zu tragen.

Geht euch am besten gegenseitig so gut wie möglich aus dem Weg. Für den unbeteiligten Beobachter ist es deutlich schwerer, mit solchen Konflikten auf persönlicher Ebene umzugehen. Solltest du einen solchen Streit bei anderen erleben, moderiere doch ein klärendes Gespräch zwischen den beiden Streithähnen. Unser Guide zum Moderationstraining macht Dich hierfür fit.

10 Tipps und Tricks für erfolgreiches Konfliktmanagement am Arbeitsplatz

Es gibt eine ganze Menge Verhaltensweisen und Möglichkeiten, mit denen du aktiv verhinderst, dass Konflikte entstehen oder dass aus einer kleinen und unwichtigen Meinungsverschiedenheit gleich ein riesiger Streit entsteht. Umgekehrt gilt natürlich dasselbe: Wenn du meine Tipps und Hinweise ignorierst oder dich gegenteilig verhältst, dann lassen ernsthafte Konflikte erfahrungsgemäß nicht lange auf sich warten.

Eine gründliche Auseinandersetzung mit den folgenden zehn Punkten hilft dir dabei, zu erkennen, aus welchen konkreten Ursachen manche deiner Kollegen Streit regelrecht heraufbeschwören. Einige meiner Coachees nutzen die Tipps und Tricks, um solche Kollegen dezent darauf aufmerksam zu machen, wie sie ihre Streitlust in den Griff kriegen können.

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Konfliktmanagement Tipp 1: Zuverlässigkeit

Eine sehr häufige Ursache für Konflikte am Arbeitsplatz ist die ausgeprägte Unzuverlässigkeit einzelner Kollegen. Bestimmt hast du dich auch schon darüber geärgert, wenn ein Mitarbeiter oder Kommilitone in der Uni ganz fest versprochen hat, sich um eine bestimmte Angelegenheit zu kümmern und du am Ende feststellst, dass er den Vorgang einfach hat liegen lassen. Noch schlimmer ist das Ganze natürlich dann, wenn die unerledigte Aufgabe einem anderen Kollegen zur Last gelegt wird, der sich auf die Zusage verlassen hat.

Wenn du ernsthaft am Konfliktmanagement arbeiten willst, dann solltest du dich um ein gewisses Maß an Zuverlässigkeit bemühen. Mach es dir einfach zum inneren Gesetz: Dinge, die die ich versprochen oder zugesagt habe, halte ich auch ein. Wenn dir einmal zu viel aufgebürdet wird, dann solltest du lieber frühzeitig sagen: Ich kann diese Aufgabe nicht erfüllen. So enttäuschst du zwar vielleicht eine in dich gesetzt Erwartung, setzt dich aber nicht dem Vorwurf der Unzuverlässigkeit aus.

Tipp 2: Ehrlichkeit

Die Atmosphäre in fast jedem Unternehmen hat unter Gerüchten und Unwahrheiten zu leiden, die von einzelnen Mitarbeitern in die Welt gesetzt und gepflegt werden. Manchmal handelt es sich nur um Tratsch. Manchmal versuchen bestimmte Kollegen aber auch ganz gezielt Schwindeleien einzusetzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen oder einen Konkurrenten in ein schlechtes Licht zu rücken.

Diese Form von Unehrlichkeit führt sehr schnell zu handfesten Konflikten und verfügt über eine ganze Menge Zündstoff. Dabei lässt sich in vielen Fällen am Ende gar nicht mehr rekonstruieren, wer eine bestimmte Lüge überhaupt in die Welt gesetzt hat. Der Urheber bleibt verborgen in der Anonymität.

Ein Leben ohne kleine Notlügen und Schwindeleien ist wahrscheinlich für niemanden von uns möglich. Und selbstverständlich greifst du auch im Arbeitsleben das ein oder andere Mal zu einer Unwahrheit, um dich elegant aus der Affäre zu ziehen oder um einen Streit zu vermeiden. Dennoch solltest du versuchen, überwiegend bei der Wahrheit zu bleiben, wenn es um die Kommunikation mit Kollegen und Vorgesetzten geht. Ehrlichkeit hilft in jedem Fall bei der Vermeidung von Konflikten.

Tipp 3: Geradlinigkeit

Hast du es im Berufsleben mit Opportunisten zu tun hat? Dann hast du guten Grund, von Zeit zu Zeit aus der Haut zu fahren. Jemand, der allen anderen grundsätzlich recht gibt und jeden Standpunkt gutheißt, geht seinen Kollegen in jedem Fall mächtig auf die Nerven. Außerdem kann mangelnde Geradlinigkeit sehr schnell zu Auseinandersetzungen und Streit führen.

Dies geschieht spätestens dann, wenn es sich bei dem ewigen Ja-Sager um einen Vorgesetzten handelt, durch dessen Unentschlossenheit zwei Kollegen aneinander geraten. Wer nicht in der Lage dazu ist, seine wirkliche Meinung offen und ehrlich zum Ausdruck zu bringen, der wird im Büro schnell zum unangenehmen Störfall.

Geradlinigkeit kannst du übrigens erlernen. Du kannst es üben, einen klaren Standpunkt zu entwickeln und diesen auch dann beizubehalten, wenn er einmal nicht der Mehrheitsmeinung im Betrieb entspricht. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass du unbelehrbar und immun gegen jedes gute Argument sein sollst. Grundsätzlich jedem immer Recht zu geben ist allerdings weitaus schlimmer. Gerne helfe ich Dir im 1-on-1-Coaching, hieran zu arbeiten.

Konfliktmanagement Tipp 4: Kontinuität

Wenn du es im Beruf mit jemandem zu tun hast, der schon heute nicht mehr weiß, was er gestern gesagt hat, dann sind Konflikte vorprogrammiert. Gerade Vorgesetzte, die auf Druck damit reagieren, von ihren Zusagen abzuweichen, machen sich unbeliebt. Sobald sich Mitarbeiter nämlich nicht mehr auf Aussagen verlassen können, stellt sich ein hohes Maß an Unsicherheit ein.

Und genau diese Unsicherheit birgt ein erhebliches Potenzial für Streit und Auseinandersetzungen. Viele Konflikte im Job beruhen auf mangelnder Stetigkeit einzelner Mitarbeiter. Sie ließen sich vermeiden, wenn alle Beteiligten ein wenig mehr zu dem stehen würden, was sie zuvor zugesichert haben.

Kontinuität ist nicht nur eine Frage des Wollens. Oft schleicht sich mangelnde Beständigkeit nämlich nur dadurch ein, dass du deine Entscheidungen unter Druck triffst. Im Konfliktmanagement ist es deshalb wichtig: Mache es dir zur Gewohnheit, jede wichtige Entscheidung wirklich ganz bewusst und in Ruhe zu fällen. Dann wird dir Kontinuität deutlich leichter fallen.

Tipp 5: Nachhaltigkeit

Wenn heute von Nachhaltigkeit die Rede ist, dann denkst du vielleicht zuerst an einen vorsichtigen und achtsamen Umgang mit der Umwelt und unseren Ressourcen. Dabei ist dir wahrscheinlich nicht bewusst, dass der Begriff bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts geprägt wurde. Schon damals bezeichnete Nachhaltigkeit ein allgemeines Handlungsprinzip.

Dabei steht es im Vordergrund, die Eigenschaften und die Stabilität von Systemen zu erhalten. Im Berufsleben bezeichnet Nachhaltigkeit ein Verhalten, das darauf ausgerichtet ist, das Unternehmen und seine Errungenschaften zu erhalten. Dies bedingt einen verantwortlichen Umgang mit allen Ressourcen. Wer gegen dieses Prinzip verstößt, der verursacht ernste Konflikte und Auseinandersetzungen im Unternehmen.

Wenn du dich im Job um ein nachhaltiges Verhalten bemühst, dann bildet das eine ausgezeichnete Streitvorsorge. Hierzu ist nicht viel mehr erforderlich, als dir immer wieder die längerfristigen Folgen deines Handelns deutlich vor Augen zur führen. Wenn du dich an gut ausgewählte Prinzipien hältst und diese nicht leichtfertig umstößt, nur weil das gerade einfacher ist, wirst du mit Nachhaltigkeit gute Erfolge erzielen.

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Konfliktmanagement Tipp 6: Rücksicht

Ab und an lassen sich im Arbeitsleben Situationen nicht vermeiden, in denen du einem Mitarbeiter oder Kollegen gegenüber massive Kritik üben musst. Den meisten Menschen ist es eher unangenehm, andere mit Fehlern oder Schwächen zu konfrontieren oder sie auf ein Versäumnis anzusprechen.

Es gibt aber auch Personen, denen es scheinbar großen Spaß macht, ihre Kollegen öffentlich bloßzustellen und denen es nichts ausmacht, sich anderen gegenüber regelrecht gehässig aufzuführen. Freunde machst du dir mit einem solchen Verhalten ganz sicher nicht. Denn kaum jemand hat Schwierigkeiten damit, Führungsstärke von Gehässigkeit zu unterscheiden.

Im Sinne eines erfolgreichen Konfliktmanagements betrachte Rücksicht nicht als Zeichen von Schwäche. Wenn du dir rücksichtsvolle Verhaltensweisen zu Eigen machst, dann zeigst du damit eher ein hohes Maß an Verantwortungsgefühl und stellst sicher, anderen Menschen gerecht zu werden. Rücksicht bedeutet dabei nicht, dass du nie Kritik äußerst und grundsätzlich ausschließen musst, jemanden zu verletzen.

Du solltest aber weder Freude dabei empfinden, wenn du jemanden mit unangenehmen Wahrheiten konfrontieren musst, noch solltest du hierfür einen öffentlichen Rahmen wählen. Eine Faustregel lautet: Je kritischer ein Gespräch, desto weniger Augen sollten dabei sein.

Tipp 7: Gerechtigkeit

Gerade Menschen in leitender Position gelangen schnell in den Ruf, ungerecht zu sein. Dies liegt vor allem daran, dass dir bei wachsender Verantwortung und Arbeitslast oft die Zeit fehlt, dich wirklich gründlich mit unterschiedlichen Standpunkten, Anliegen oder Bedürfnissen zu beschäftigen. Deinem eigenen Chef geht es vermutlich genauso.

Stattdessen entscheiden viele dann aus dem persönlichen Gefühl heraus. Damit sparen sie sich zwar Zeit, laufen aber immer auch Gefahr, es an Gerechtigkeit mangeln zu lassen und ein falsches Urteil zu fällen. Diese Form der Ungerechtigkeit führt im Arbeitsleben schnell zu Unzufriedenheit, Streit und Auseinandersetzungen. Und diese kosten am Ende des Tages eine ganze Menge Zeit und Effizienz.

Natürlich ist es keine einfache Aufgabe, gerecht zu sein. Wir alle sind mitunter von Vorurteilen belastet und fällen die Entscheidung darüber, welchem Standpunkt wir eher zustimmen, auf der Grundlage von Sympathie. Trotzdem solltest du dich darum bemühen, deinen Kollegen und Mitarbeitern gegenüber Gerechtigkeit walten zu lassen und dir immer die Zeit nehmen, um einen bestimmten Standpunkt wirklich zu verstehen, bevor du darüber urteilst.

Tipp 8: Teamfähigkeit

Oft predigen Menschen über die Vorteile von Teamarbeit. Die, die das am lautesten tun, sind am Ende aber oft genau die, die doch alle Entscheidungen alleine treffen und Motive, Bedürfnisse und Standpunkte der anderen Teammitglieder einfach ignorieren.

Es gibt kaum eine schnellere Möglichkeit, Unzufriedenheit und Konflikte in einem Unternehmen zu säen, als die Grundlagen der Teamarbeit zu ignorieren. Wer z.B. als Vorgesetzter pausenlos gegen seine Mitarbeiter ankämpft, niemandem aufmerksam zuhört, Vorschläge aus dem Team einfach ignoriert und letztlich alles autokratisch entscheidet, der zerstört damit jeglichen Teamgeist.

Teamfähigkeit ist eine wichtige Eigenschaft, wenn es darum geht, überflüssige Auseinandersetzungen und Konflikte im Unternehmen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Bemühe dich unbedingt darum, mit allen Kollegen auf Augenhöhe umzugehen.

Zeige deutlich deine Bereitschaft, eigene Wünsche und Anforderungen vor denen des Teams in den Hintergrund zu stellen und fördere, wenn immer das möglich ist, den Gemeinschaftsgeist im Unternehmen. Auf diese Weise wirst du nicht nur zum geschätzten Kollegen, sondern leistest auch einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von überflüssigem Streit.

Konfliktmanagement Tipp 9: Diskretion

Wer alles, was ihm im Vertrauen erzählt wird, immer gleich weitererzählt und an die große Glocke hängt, der macht sich damit keine Freunde. Und doch ist das unkontrollierte Verbreiten von Informationen, die eigentlich diskret behandelt werden sollten, eine weit verbreitete Unart am Arbeitsplatz. Ein solcher Mangel an Diskretion macht den Tratschenden zwar auf den ersten Blick zum interessanten Gesprächspartner.

Längerfristig wird niemand ihm aber noch etwas anvertrauen und ihn umso schneller verdächtigen, unverantwortlich mit vertraulichen Inhalten umzugehen. Außerdem kann mangelnde Diskretion sehr schnell zu Auseinandersetzungen oder Streit führen und die Atmosphäre am Arbeitsplatz vergiften.

Natürlich kann es dir passieren, dass dir in der Laune eines lockeren Gesprächs auch einmal etwas herausrutscht, was du eigentlich besser für dich behalten hättest. Das kommt vor. Wichtig ist: Allgemein solltest du dich für ein erfolgreiches Konfliktmanagement am Arbeitsplatz aber um absolute Diskretion bemühen. 

Wenn dir im Vertrauen etwas erzählt wird, dann muss es sich von selbst verstehen, dass du es nicht bei nächster Gelegenheit herum erzählst. Diskretion als persönliche Eigenschaft sorgt dafür, dass du dich als zuverlässig und verantwortlich beweist und damit nutzt es deiner Karriere ungemein.

Tipp 10: Anerkennung

Die 10. Ursache für Streitigkeiten und Konflikte am Arbeitsplatz ist oft Unzufriedenheit. Und Unzufriedenheit entsteht vor allem dann, wenn die Leistungen einzelner Mitarbeiter nicht gesehen und nicht anerkannt werden. Studien zeigen schon seit Jahren immer wieder, dass die Zufriedenheit von Angestellten vorrangig nicht vom Einkommen oder von konkreten Karriereaussichten abhängig ist.

Diese Aspekte spielen natürlich auch eine Rolle. Am wichtigsten ist es für die meisten Menschen aber, dass ihre Leistung am Arbeitsplatz wahrgenommen und gewürdigt wird. Bleibt diese Anerkennung aus, dann fällt damit eine wirksame Motivation weg. Der Mitarbeiter erledigt nur noch das Notwendige und wird im Laufe der Zeit immer unzufriedener. Die unmittelbare Folge sind dann Streitigkeiten und Konflikte.

Auch wenn es nicht immer einfach ist: Gerade als Vorgesetzter solltest du dir unbedingt einen aufmerksamen Blick für die Leistungen deiner Kollegen bewahren. Wenn du zusätzlich darauf achtest, die Arbeit der einzelnen deutlich anzuerkennen, schaffst du die besten Voraussetzungen für ein hohes Maß an Zufriedenheit. Und genau diese Zufriedenheit ist der beste Schutz vor ausufernden Konflikten.

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Die 5 verschiedenen Streit-Gegner und wie du sie in den Griff kriegst

Wie kannst du Streitigkeiten am besten klären und Konflikte lösen? Leider nicht direkt mit einem einfachen Patentrezept oder einer Daumenregel. Dies liegt vor allem daran, dass die verschiedenen Menschen in ihren Motiven und ihrem Verhalten so unterschiedlich sind.

Es ist also erforderlich, dass du dich als Streitschlichter immer wieder von neuem auf die jeweilige Situation einstellst. Dies ist nur dann erfolgreich möglich, wenn du die beteiligten Personen einer genauen Betrachtung und Analyse unterziehst.

Du stellst schnell fest, dass es eine gewisse Bandbreite an unterschiedlichen Persönlichkeiten gibt. Diese sind allerdings fast immer auf bestimmte Grundtypen von streitlustigen Zeitgenossen zurückzuführen. Wenn du mit dieser Typologie vertraut bist, dann wird es dir deutlich leichter fallen, schlichtend einzugreifen.

Deshalb stelle ich dir im Folgenden die fünf wichtigsten Streit-Gegner vor, mache dich mit ihren Eigenschaften vertraut und zeige dir, wie du Konflikte mit ihnen lösen kannst. Und wer weiß: Vielleicht erkennst du dich ja in dem ein oder anderen Typen auch selbst ein wenig wieder.

Typ 1: Der Querulant

Du kannst dem Querulanten nie wirklich etwas recht machen. Egal wie eine Situation auch aussieht: Der Querulant wird schon einen Nachteil, einen Fehler oder das sprichwörtliche Haar in der Suppe finden. Und genau dieses zweifelhafte Talent führt immer wieder dazu, dass sich seine negative Sicht auf die Welt bestätigt. Es kann kein Zweifel daran bestehen: Wenn man nur lange genug sucht, dann wird man schon einen Nachteil oder ein Ärgernis entdecken. Im Regelfall leiden die Querulanten leise vor sich hin. Damit gehen sie ihrer Umgebung zwar leicht auf die Nerven, aber das ist ansonsten harmlos.

Von Zeit zu Zeit bricht das aufgestaute Missempfinden aber auch aus ihnen heraus. In dieser Situation nimm lieber Abstand, da du ansonsten schnell von Vorwürfen und harten Worten getroffen wirst. Und selbst wenn sich der Querulant still verhält, dann ist seine verdrießliche Miene doch durchaus dazu in der Lage, einer ganzen Abteilung die Stimmung zu verderben und eine gereizte Atmosphäre zu fördern.

Der Querulant verbreitet insgesamt eine negative Stimmung und geht auf diese Weise vielen Menschen auf die Nerven. Im alltäglichen Konfliktmanagement mit diesem Typus kannst Du versuchen, seinen lauthals geäußerten Pessimismus mit positiven Aspekten zu überdecken. Mache umgedreht lauthals auf Erfreuliches aufmerksam und zeige Deine Freude über gelungene Dinge deutlich, um den Querulanten unter Kontrolle zu bekommen.

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Typ 2: Der Neunmalkluge

Eigentlich kannst du sagen was du willst. Der Neunmalkluge wird sich mit einer kleinen Korrektur oder zumindest einer ergänzenden Anmerkung melden. Und sei es nur, um das letzte Wort zu haben.Undenkbar, dass er eine Aussage, eine Meinung oder die Feststellung einer Tatsache einfach einmal so stehen lässt, wie sie geäußert wurde. Schnell ist er mit zahlreichen Einwänden, mit Gegenargumenten und mit vermeintlichen Beweisen und Belegen zur Hand und lässt jeden spüren, dass er alleine die Weisheit mit Löffeln gefressen hat.

Häufig fällt den Beteiligten dabei gar nicht auf, dass der Neunmalkluge vor allem damit beschäftigt ist, sich auf unwesentlichen Nebenkriegsschauplätzen zu betätigen. Das Ablenken vom eigentlichen Thema und die Eröffnung von Konfliktfeldern, die im Moment eigentlich gar keine Rolle spielen, sind nämlich seine Spezialität. Und so gelangt der Neunmalkluge mit traumwandlerischer Sicherheit vom Hölzchen aufs Stöckchen und versteht sich darauf, eine ganze Abteilung aufzuhalten und zu behindern, nur um seine eigene Unfehlbarkeit unter Beweis zu stellen.

Beim Konfliktmanagement kannst du gegen den Neunmalklugen auf Dauer nur dann ankommen, wenn du immer wieder deutlich machst, um welches Thema es eigentlich gerade geht. Lass dich nicht auf Diskussionen über unwesentliche Nebendinge ein, die der Neunmalkluge nur ins Spiel bringt, weil er sich da auskennt, und er nur egoistisch einen weiteren Sieg davontragen will. Verweise stattdessen auf das eigentliche Thema und mache deutlich, wie irrelevant seine Einlassungen gerade für den Teamerfolg sind.

Typ 3: Der Hinterlistige

Der Hinterlistige ist ein besonders gefährlicher Kollege, da er seine schädlichen Aktivitäten überwiegend im Verborgenen betreibt. Er lässt sich dabei von teilweise sehr komplexen Plänen leiten, die er immer im Hinterkopf behält. Man nennt das auch eine Hidden Agenda. Diese verfolgt er unter Umständen über Jahre, bevor seine eigentlichen Absichten offensichtlich werden. Er spielt dabei grundsätzlich mit falschen Karten. Schließlich gehört es zu seiner Taktik, sein Gegenüber in Bezug auf seine eigentlichen Ziele zu täuschen. Auf diese Weise schafft er aktiv und mit einem gewissen kreativen Geschick Situationen, die seinen Absichten zugutekommen.

Beim Konfliktmanagement fällt dieser Typus am ehesten durch sein falsches und unaufrichtiges Verhalten auf. Er wirkt inkongruent, berechnend und unterkühlt. Es bereitet ihm keine Probleme, einen Kollegen in einem Moment mit bestechender Freundlichkeit zu behandeln, um sofort im Anschluss daran hinter seinem Rücken Gehässigkeiten zu verbreiten. Dabei ist es gerade die unangenehme Kombination von übertriebener Freundlichkeit und unangenehmer Bösartigkeit, die ihn so unerträglich macht.

Dem Hinterlistigen kannst du im erfolgreichen Konfliktmanagement nur begegnen, indem du ihn konfrontierst. Du bekommst mit, dass er über einen Kollegen hinter dessen Rücken schlecht redet? Dann mach dies zum Thema, wenn die beiden das nächste Mal aufeinander treffen. Stelle den Hinterlistigen auf diese Weise bloß und zeige deutlich, dass hinterhältige Geheimnisse mit dir nicht zu machen sind. Solltest du dich hinreißen lassen, ihm zu vertrauen, sei dir versichert: Bei der nächsten Gelegenheit lästert er über dich ab.

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Typ 4: Der Hitzkopf

Es gibt Menschen, denen siehst du ihre innere Aufregung und ihren hohen Blutdruck bereits im Ruhezustand deutlich an. Die Reizleitung dieser Zeitgenossen ist unglaublich kurz. Mitunter genügen absolute Kleinigkeiten, um so jemanden innerhalb von Sekunden von 0 auf 100 zu bringen. Ein winziger Tropfen im chronisch überfüllten Gefäß seines Nervenkostüms reicht aus, um einen ungeheuren Wutausbruch zu provozieren. Dabei schreit und tobt er unbeherrscht herum, wird leicht ausfallend und ist dabei fast schon grundsätzlich ungerecht gegenüber jedem, der ihm in die Quere kommt.

Der Umgang mit solch einem cholerischen Hitzkopf ist alles andere als einfach. Seine Wutausbrüche lenken dabei von der eigentlichen Arbeit ab und sorgen eigentlich nur für empfindliche Störungen der Abläufe im Betrieb. Außerdem verbreitet die bloße Anwesenheit eines solchen Cholerikers bei sensibleren Kollegen oft Angst und Schrecken und bildet damit einen unerfreulichen Nährboden für Konflikte und Streitigkeiten.

Auf die übertriebene Erregung des Hitzkopfs kannst du im Konfliktmanagement eigentlich nur mit einem hohen Maß an Gelassenheit reagieren. Ähnlich, wie sich nämlich eine aufgeregte und genervte Stimmung schnell auf eine größere Gruppe von Menschen überträgt, wirkt im Kreise deiner Kollegen auch Gelassenheit ansteckend.

Typ 5: Der Egomane

Kennst du Menschen, die eigentlich alles, was um sie herum geschieht, immer nur auf sich beziehen? Du kannst ihnen oft gar nicht richtig böse sein, da sie ja nicht aus schlechten Absichten heraus handeln. Sie gehen einfach davon aus, dass sich die Welt um sie dreht. Alles Gute und alles Schlechte was geschieht, steht in ihrer Auffassung in einem direkten Zusammenhang mit ihnen selbst. Gleichzeitig bringt dieses hohe Maß an Selbstbezogenheit aber auch beträchtliche Probleme mit sich.

Wahre Egomanen gehen mit Selbstverständlichkeit davon aus, dass sich die Menschen in ihrer Umgebung immer auf sie und ihre augenblicklichen Bedürfnisse einstellen müssen. Wollen sie sich gerade konzentrieren, müssen alle anderen still sein. Ist ihnen dagegen eher nach Unterhaltung und Zerstreuung zumute, dann spielt das Ruhebedürfnis anderer keine Rolle. Egomanen sehen sich selbst immer im Zentrum des Geschehens. Begriffe wie Empathie oder Verständnis sind für sie daher Fremdworte ohne sonderliche Bedeutung.

Der Umgang mit dem Egomanen ist besonders schwierig. Schließlich muss es dir gelingen, ihn aus seiner selbstbezogenen Blase herauszuholen. Nur so kannst du bei ihm das Gefühl wecken, dass es auch außerhalb seines Innenlebens Menschen mit Bedürfnissen und Wünschen gibt. Halte ihm daher nach Möglichkeit den Spiegel vor.

Konflikttraining gefällig?

Hoffentlich war dieser Artikel für dich hilfreich. Noch konkreter helfe ich dir oder deinem Team/Unternehmen im persönlichen Training. Da besprechen wir zum Beispiel, wie du dich noch besser in den anderen hineinversetzt, um ihn anschließend mit seinen eigenen Waffen zu besänftigen.

Merke: Konflikte entstehen oft in kritischen Situationen in deiner Karriere. An einer Weiche. Da, wo viel auf dem Spiel steht. Deshalb ist Konfliktmanagement für deinen Erfolg oder den Deines Unternehmens ganz besonders wichtig. Gerne unterstütze ich dich als Rollenspiel- und Sparrings-Partner. Meld dich jetzt zum unverbindlichen Kennenlern-Call:

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