Juni 13

Warum Selbstmanagement unerlässlich ist für Deinen Erfolg

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Selbstmanagement heißt vor allem, sich frei zu machen von äußeren Einflüssen. Mit Selbstmanagement legst Du in Deinem Leben selbst fest:

  • die Prioritäten,
  • die Ziele,
  • die Wege, auf denen Du Deine Ziele erreichen willst.

Hier schauen wir uns an, wie Du Dir diese Aufgabe noch leichter machst.

Selbstmanagement

Selbstmanagement, Selbsterkenntnis und Eigenverantwortung

Mit Selbstmanagement machst Du Dich frei von äußeren Zwängen. Gleichzeitig übernimmst Du die volle Verantwortung für Dein Leben. Das eine gibt es leider nicht ohne das andere. Das mussten manche schmerzhaft erkennen, die der antiautoritären Erziehung allzu blauäugig folgten. Als ihr Vordenker gilt A. S. Neill, der Gründer der Schule Summerhill.

Bevor Du Dein Selbst managen kannst, musst Du es kennen. Das klappt nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess, den man gern als Reifeprozess bezeichnet, bei Heranwachsenden und darüber hinaus. Dabei klärst Du Fragen wie:

  • Was sind Deine Werte?
  • Wie gehst Du mit anderen um?
  • Wie gehst Du mit Belastungen um?
  • Was treibt Dich in Deinem Innersten an?
  • Was sind Deine Ängste?

Der Weg zur Selbsterkenntnis

Vor dem Selbstmanagement kommt also der manchmal holprige Weg der Selbsterkenntnis. Dorthin führen Methoden, bei denen wir Dich im Coaching unterstützen können:

  • Selbstreflexion: Du lernst, sinnvoll über Dich selbst nachzudenken. Mehr dazu im Ratgeber zur Selbstreflexion.
  • Selbstbeobachtung: Du lernst, so viel Abstand zu Dir zu gewinnen, dass Du Dich halbwegs realistisch einschätzt.
  • Selbstkritik: Du lernst, Dein Handeln kritisch zu hinterfragen.
  • Selbstverständnis: Du gelangst zu einem Verständnis Deiner selbst.

Warum ein realistisches Selbstbild so wichtig ist

Das Ergebnis dieser Arbeit sollte möglichst wirklichkeitsnah sein. Sonst droht Selbsttäuschung. Du kannst Dich in Selbstüberschätzung oder Selbstunterschätzung verrennen. Beides ist fatal und macht erfolgreiches Selbstmanagement unmöglich. Überschätzt Du Dich, sieht Dein Umfeld Dich als aufgeblasenen Wichtigtuer. Unterschätzt Du Dich, wirkst Du wie ein Mauerblümchen mit Minderwertigkeitsgefühlen.

Die Selbstbestimmungstheorie SDT

Selbstbestimmungstheorie

Angenommen, Du hast durch gefestigte Selbsterkenntnis die Grundlage für Selbstmanagement geschaffen. Dann wäre eine Energiequelle hilfreich, aus der sich Dein Entschluss dauerhaft speist.

Hier hilft die Selbstbestimmungstheorie, englisch Self-Determination Theory oder kurz SDT. Sie hat unter den Motivationstheorien einen festen Platz. Entwickelt haben sie die amerikanischen Psychologen Edward L. Deci und Richard M. Ryan. Nach der SDT müssen drei Grundbedürfnisse erfüllt sein, damit Motivation dauerhaft trägt:

  • Kompetenz: Du bist in der Lage, die Aufgaben vor Dir zu bewältigen.
  • Autonomie: Du entscheidest selbst über Wege und Zwischenziele.
  • Soziale Eingebundenheit: Sie ist das Gegengewicht zur Autonomie. Sie gibt Dir sozialen Rückhalt und schützt Dich vor Isolation und Einsamkeit.

Die SDT warnt: Werden diese drei Bedürfnisse dauerhaft frustriert, zerstört das die Grundlage für erfolgreiches Selbstmanagement. Das zeigt sich etwa durch:

  • zwanghaftes Entwickeln von Ersatzbedürfnissen,
  • selbstzerstörerisches Verhalten,
  • Gleichgültigkeit und Antriebslosigkeit.

Umgekehrt gilt: Achtest Du darauf, diese drei Bedürfnisse zu erfüllen, spürst Du einen steten Zustrom an Energie. Damit kannst Du Dein Selbstmanagement langfristig erfolgreich leben. Wie sehr Du Deinen eigenen Fähigkeiten vertraust, beschreibt der Ratgeber zur Selbstwirksamkeit.

Selbstmanagement im Alltag

Zur Frage „Wie organisiere ich meinen Alltag möglichst effektiv?“ gibt es eine kaum noch überschaubare Fülle an Ratgebern. Sie haben eines gemeinsam: Sie behandeln Selbstmanagement auf der untersten Stufe. Es geht um ganz kleine Schritte zu besserer Selbstorganisation, Selbststeuerung und Selbstregulierung.

Zeitmanagement spielt dabei eine zentrale Rolle. Du bekommst Tipps, wie Du wichtige von unwichtigen Aufgaben trennst. Es geht vor allem darum, Deinen Berufsalltag mit Techniken aus Management und Psychologie möglichst effektiv zu steuern. Nach der Lektüre solcher Ratgeber solltest Du wissen,

  • wie Du Dir erreichbare Ziele setzt (zum Beispiel mit SMART-Zielen),
  • wie Du Strategien entwickelst, mit denen Du Ziele ohne unnötigen Aufwand erreichst,
  • wie Du Pläne beharrlich bis zum Ende umsetzt,
  • wie Du durch regelmäßige Kontrollen prüfst, ob Du noch auf dem richtigen Weg bist,
  • wie Du immer wieder nach Möglichkeiten suchst, Dein Handeln klarer und effizienter zu machen.

Nach unserer Definition von Selbstmanagement sind das aber nur praktische Hilfsmittel. Sie helfen auch jemandem, der sich lieber unter die Fittiche von Instanzen begibt, die ihm Verantwortung abnehmen. Also jemandem, der gern ein Stück Autonomie abgibt, solange er dafür von Verantwortung entlastet wird.

Selbstmanagement sichert Lebensqualität

Wir meinen hier ein Selbstmanagement, das Dir ein Höchstmaß an Lebensqualität sichert. Du bleibst jederzeit Herr Deiner Entscheidungen. Im ungünstigen Fall lebst Du mit den Folgen. Im Normalfall erntest Du ihre Früchte. Dafür hilft es, Deine Energiereserven immer wieder aufzufüllen. Sorge dafür,

  • dass Dein Körper den Anforderungen gewachsen ist und Du jederzeit Deine mentalen Kräfte mobilisieren kannst,
  • dass Du in einem sozialen Umfeld lebst, das Dich erfüllt und gemeinsames Handeln möglich macht,
  • dass Du nie müde wirst, persönlich zu wachsen, Neues zu lernen und Vorhandenes weiterzuentwickeln (siehe Ratgeber zur Lernfähigkeit),
  • dass Du weiter nach einem tieferen Sinn in Deinem Handeln suchst und ein großes Ziel erkennst, das Dich dauerhaft inspiriert.

Selbstmanagement heißt also nicht nur, den Alltag zu organisieren. Es bezieht sich auf Dein ganzes Leben. Du gestaltest es weitgehend selbstbestimmt und unabhängig. Das schließt die Zusammenarbeit mit anderen nicht aus, sondern macht sie sogar wünschenswert. Selbstmanagement ist eine Metakompetenz. Mit ihr steuerst Du alle möglichen Teilkompetenzen und richtest sie auf Dein großes Ziel aus. Dazu nutzt Du:

  • Fokus auf das Wesentliche und eine zunehmende Steuerung Deiner Gedanken,
  • Regulation Deiner Gefühle, damit Du nicht von Launen und Stimmungen abhängst (mehr im Ratgeber zur emotionalen Intelligenz),
  • Intuitionskontrolle: Du prüfst Deine Eingebungen, bevor Du ihnen folgst,
  • Selbstmotivation: Du schöpfst die Kraft zum Handeln aus Dir selbst.

Erste Schritte

  1. Schreib Deine fünf wichtigsten Werte auf.
  2. Prüfe, welche Deiner aktuellen Ziele dazu passen.
  3. Frag Dich, wo Dir gerade Kompetenz, Autonomie oder Eingebundenheit fehlt.
  4. Plane einen kleinen Schritt für diese Woche und prüfe ihn am Freitag.

Fazit

Selbstmanagement ist ein vieldeutiger Begriff, den man auf verschiedenen Stufen nutzt. Wir haben uns auf ein anspruchsvolleres Verständnis konzentriert. Vor dem Selbstmanagement muss die Selbsterkenntnis stehen. Nur dann winkt sein Lohn: eine weitgehende Unabhängigkeit von Instanzen und Hierarchien. Diese Autonomie befähigt Dich, Ziele zu entwickeln und zu verfolgen, die zu Deiner Persönlichkeit passen.

Dabei kommst Du nicht darum herum, Kompetenzen zu erwerben und weiterzuentwickeln. Und Du solltest stets bereit sein, bei Bedarf neue zu lernen. Du brauchst auch ein funktionierendes soziales Umfeld, mit dem Du Deine Ziele gemeinsam verfolgst. Ein Umfeld, das Du mit Deiner Persönlichkeit bereicherst und das Dir durch schwierige Phasen hilft. Gegen Überlastung hilft auch der Ratgeber zum Stressmanagement.

Selbstmanagement im höheren Sinn gibt Deinem Leben Sinn und ermöglicht Dir hohe Lebensqualität. Im Idealfall zeigt es Dir ein großes Ziel, das Dich Dein Leben lang begleitet. Im Coaching besprechen wir die Grundlagen mit Dir und üben die praktischen Schritte für Deinen Alltag. Bei beruflichen Fragen hilft die Karriereberatung, in Führungsrollen das Führungskräftecoaching. Das Coaching läuft online per Zoom. Das kostenlose Kennenlerngespräch läuft meist telefonisch.


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