April 26

SMART-Ziele: der Schlüssel zum Erfolg

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Bei Karrierehelden beschäftigen wir uns viel mit dem Thema Ziele. Für uns und für die Menschen, die wir begleiten, ist es enorm wichtig, Ziele richtig zu setzen. Deshalb haben wir schon Identitäts-Ziele und Verhaltens-Ziele vorgestellt. Hier geht es um Ergebnis-Ziele, die sogenannten SMART-Ziele. Bei ihnen zählt weniger der Weg zum Ziel als das konkrete Ergebnis am Ende.

SMART-Ziele im Team

SMART-Ziele

SMART-Ziele

Der Psychologe Edwin Locke legte 1968 die Grundlagen der Zielsetzungstheorie. Gemeinsam mit Gary Latham entwickelte er sie weiter. 2002 fassten beide zusammen, auf welchen Wegen Ziele uns antreiben. Einen deutschen Überblick bietet Targetter. Die vier Wirkungen:

  • Ziele lenken die Aufmerksamkeit und verringern Ablenkung.
  • Sie motivieren und geben zusätzliche Energie.
  • Ziele sorgen für mehr Ausdauer.
  • Und wir entwickeln neue, bessere Wege, um die Ziele zu erreichen.

Der Begriff SMART geht auf George T. Doran zurück, der ihn 1981 vorstellte. Die Idee knüpft an das Führen mit Zielen von Peter Drucker an. Heute sind SMART-Ziele im Projektmanagement und in der Führung weit verbreitet.

SMART ist ein Akronym. Es beschreibt, welche Eigenschaften ein gutes Ergebnis-Ziel haben sollte. Ein SMART-Ziel ist:

S wie spezifisch

Du fasst nicht nur einen Wunsch oder Vorsatz. Du legst klar fest, was am Ende herauskommen soll.

M wie messbar

Dein Ziel lässt sich messen, zum Beispiel mit Kennzahlen oder an einem Budget. So weißt Du, wann Du es erreicht hast.

A wie attraktiv

Das Ziel muss Dich reizen. Sonst fehlt Dir die Motivation, es zu erreichen.

R wie realistisch

Dein Ziel muss erreichbar sein. Sonst bist Du ständig enttäuscht, weil nichts klappt.

T wie terminiert

Zum Schluss legst Du eine Frist für Dein Ziel fest. So schiebst Du es nicht ewig vor Dir her.

Wie Du herausfindest, auf welcher Ebene Du Dein Ziel setzen solltest

In anderen Artikeln haben wir gezeigt, dass es drei Ebenen für Ziele gibt. Unten in der Pyramide stehen die Verhaltens-Ziele. Die erreichst Du am besten mit Wenn-dann-Plänen. Darüber stehen die Ergebnis-Ziele. Hier greifen die SMART-Ziele. Ganz oben steht die Identitäts-Ebene mit den Identitäts-Zielen. Das kann etwas verwirrend sein. Deshalb zeigen wir Dir, welche Form der Zielsetzung bei Deinem Ziel am besten greift.

Willst Du vor allem langfristig Deine Handlungen ändern und eine neue Routine schaffen? Dann passen Verhaltens-Ziele an der Basis am besten. Hier geht es um die Frage: „Wie komme ich eigentlich zum Ergebnis?“ Wenn X eintritt, dann tue ich Y. Zum Beispiel: „Wenn ich nach Hause komme, ziehe ich die Sportsachen an und gehe joggen.“

Aber warum gehst Du eigentlich joggen? Was ist das Ergebnis, das Du willst? Das klärst Du nicht auf der Verhaltens-Ebene. Dafür brauchst Du in der Mitte die Ergebnis-Ziele, also SMART-Ziele. Angenommen, Du willst innerhalb eines Jahres zehn Kilo abnehmen. Dann nimmst Du Dir nicht nur das Verhalten vor und überlässt es dem Zufall, wann Du aufhörst. Mit der SMART-Methode weißt Du genau, wann das Ziel erreicht ist. Anders gesagt: Woran erkennst Du, dass Du erfolgreich warst?

Oben stehen die Identitäts-Ziele. Hier geht es darum, dass Menschen nicht ein Leben lang nur Ergebnissen hinterherjagen. Wir wollen nicht nur einen Job HABEN oder viel Geld HABEN. Wir wollen glücklich im Job SEIN oder wohlhabend SEIN. Das hängt mit unserer Identität zusammen. Solche Ziele erreichst Du nicht einmalig. Sie erneuern sich immer wieder. Wir müssen immer wieder Ergebnisse erreichen, um glücklich oder wohlhabend zu bleiben.

Wer willst Du durch Deine Erfolge werden? Fehlt Dir dieses Bild auf der Identitäts-Ebene, hast Du immer wieder Motivationsprobleme. Denn dann arbeitest Du an etwas, das Du eigentlich gar nicht sein willst.

Merkst Du, dass Dir Motivation fehlt oder Du nicht erfolgreich genug bist? Dann prüfe, ob Du Deine Ziele auf den richtigen Ebenen setzt.

Ebenen der Zielsetzung

Ein Praxisbeispiel für SMART-Ziele

Angenommen, Du bist Führungskraft und leitest eine Abteilung. Beim Jahresabschluss zeigt sich, dass ihr im Service einiges besser machen könnt. Die Zahlen sehen dort schlechter aus als in anderen Bereichen. Es wäre falsch, einfach zu sagen, alle sollen sich mehr anstrengen. Das ist viel zu ungenau. Stattdessen brauchst Du SMART-Ziele, um Dein Team zu motivieren und anzuleiten.

Spezifisch: Im Service zählt vor allem die Meinung der Kunden. Ein mögliches Ziel ist also: Die Kundenzufriedenheit steigt in der nächsten Umfrage auf mindestens 9 von 10 Punkten.

Messbar: Vielleicht wollt ihr die Messung noch genauer machen. Sucht weitere Kennzahlen für die Kundenzufriedenheit. Wie viele Kunden kaufen erneut? Wie viele Beschwerden gibt es? Wie schnell werden sie bearbeitet? Könnt ihr eine Online-Umfrage starten und auswerten?

Attraktiv: Der Reiz Deines Ziels ist klar. Zufriedenere Kunden kaufen eher wieder und empfehlen euch weiter.

Realistisch: Um wie viel wollt ihr die Zufriedenheit steigern? Hier kommt der Realismus ins Spiel. Steckst Du das Ziel zu hoch, erreicht ihr es nie, und Du demotivierst Dein Team. Ist es zu niedrig, wirkt es nicht wie eine Herausforderung. Liegt ihr heute bei 7,5 Punkten, sind 9 Punkte eine Steigerung um 20 Prozent. Das kann ein realistisches Ziel sein.

Terminiert: Jetzt geht es um die Frist. Wertet auch immer wieder Zwischenergebnisse aus. Das motiviert und zeigt, ob ihr auf dem richtigen Weg seid. Legt außerdem klar fest, bis wann ihr das Ziel erreichen wollt. Zum Beispiel bis zum Ende des nächsten Quartals oder bis zum Start einer neuen Produktreihe.

Achte vor allem darauf, dass alle Teile Deines SMART-Ziels zusammenpassen und nicht in verschiedene Richtungen zeigen. Das Ergebnis erreichst Du viel leichter mit einer klaren Struktur, an die sich alle halten. Dieser Plan und die Gewissheit, dass das Ziel erreichbar ist, motivieren Dein Team viel stärker. Wie Du Dein Team mit Zielen führst, üben wir im Führungskräftecoaching.

In diesen Bereichen können SMART-Ziele weiterhelfen

Zum Schluss noch einige Ideen, wofür SMART-Ziele hilfreich sein können:

  • Der Auftritt Deines Unternehmens in sozialen Medien soll besser werden und mehr Menschen erreichen.
  • Du willst privat Ziele verfolgen, zum Beispiel mehr lesen, eine neue Sprache lernen oder mehr im Garten arbeiten. All das kannst Du mit SMART-Zielen festlegen.
  • Im Computersystem Deiner Firma sollen weniger Fehler auftreten.
  • Die Zufriedenheit Deiner Mitarbeitenden hat zuletzt gelitten, und die Ausfälle sind gestiegen. Das willst Du ändern.
  • Du willst mehr Sport machen, um abzunehmen oder an einem Wettkampf teilzunehmen. Mit einem klar formulierten Ergebnis-Ziel wird Dein Erfolg später messbar.

Mit Zielorientierung zum Erfolg

SMART-Ziele helfen Dir bei einzelnen Ergebnissen. Für ein großes Ziel brauchst Du zusätzlich Zielorientierung. Wie setzt Du Dir ein Ziel, das Du fest im Auge behältst? Und wie erreichst Du es über mehrere Zwischenstufen?

Zielorientierung beginnt mit Bewusstsein

Um Ziele zu erreichen, brauchst Du eine bestimmte Grundhaltung. Sie hängt mit dem zusammen, was wir Bewusstsein nennen. Gemeint ist ein Zustand, in dem Du so aufmerksam bist, dass Du weißt, was Du tust. Klingt einfach? Dann frag Dich einmal:

  • Wie oft am Tag schweifen Deine Gedanken ab?
  • Wie oft erledigst Du Dinge ganz automatisch, etwa Zähneputzen, Anziehen oder Autofahren?
  • Wie oft reagierst Du nur, statt bewusst zu handeln?

Vielleicht bist Du die meiste Zeit gar nicht ganz bei der Sache. Das muss Dich nicht beunruhigen, denn das ist der normale Zustand. Willst Du aber ein wirklich großes Ziel erreichen, musst Du bewusster leben. Es reicht nicht, Dir das nur vorzunehmen. Du musst es mit ganzer Kraft wollen. Sonst bleibt Dein Ziel eine Luftblase, die Du nicht konsequent verfolgst. Zielorientierung bedeutet:

  • Zwischenziele festlegen
  • Einschränkungen akzeptieren
  • Opfer bringen
  • Ablenkungen ausschalten
  • Hindernisse überwinden
  • Umwege vermeiden

Mit Zielorientierung planen

Organisierst Du Dein Leben bewusster und zielstrebiger, ordnest Du nach und nach Deine Handlungen Deinem großen Ziel unter. Das verändert Dein Leben spürbar. Du suchst ständig nach Wegen, wie Du am besten ans Ziel kommst. Das können solche Mittel sein:

  • neue Fähigkeiten erwerben
  • Weiterbildung
  • Motivation stärken
  • Zeitmanagement
  • körperliche und geistige Fitness

Vielleicht verlässt Du sogar ausgetretene Pfade und brichst ins Unbekannte auf. Mit einem klaren Ziel vor Augen machst Du kaum weiter wie bisher. Kurz-, mittel- und langfristige Pläne werden immer zielgerichteter. Mehr Methoden dazu findest Du im Ratgeber zum Selbstmanagement.

Maschinen sind nicht zielorientiert

Eine Maschine folgt nur ihrer Programmierung. Unvorhergesehene Hindernisse kann sie nicht überwinden. Sie bleibt stehen, bis ein neuer Befehl sie wieder in Gang setzt. Du dagegen weißt, dass auf Deinem Weg Hindernisse kommen. Du kannst Dich darauf vorbereiten und sie mit Deinen Soft Skills überwinden. Zielorientierung als Soft Skill kann niemand außer Dir selbst festlegen. Hilfreiche Soft Skills sind unter anderem:

  • Selbstreflexion: Tust Du wirklich alles, um Deinem Ziel näherzukommen? Dazu gehören Aufmerksamkeit und Selbstbeobachtung. Das kannst Du trainieren. Mehr dazu im Ratgeber zur Selbstreflexion.
  • Selbsteinschätzung: Auf dem Weg setzt Du Dir kleinere Zwischenziele. Wähle sie so, dass Du sie mit Deinen aktuellen Fähigkeiten und Mitteln gut erreichst.
  • Eigenantrieb: Mit Deinem großen Ziel gehst Du wahrscheinlich nicht hausieren. Deshalb unterstützt Dich kaum jemand aktiv dabei. Such Dir also ein Ziel, für das Du so brennst, dass Dein Antrieb Dich über alle Hürden trägt.
  • Selbstdisziplin: Eine Maschine wird nie müde. Du schon. Deshalb brauchst Du Disziplin, um dranzubleiben. Sie aufzubauen und zu halten, ist oft der schwierigste Punkt. Hilfreich ist der Glaube an die eigenen Fähigkeiten, die Selbstwirksamkeit.
Zielsetzung mit Zwischenzielen

Zwischenziele mit der SMART-Methode

Für Dein großes Ziel brauchst Du realistische Zwischenziele. Genau hier helfen SMART-Ziele. Formuliere jedes Zwischenziel so, dass es

  • nachvollziehbar ist. Auch Außenstehende sollten es für erreichbar halten. Je besser es sich in Zahlen messen lässt, desto besser.
  • anziehend ist. Brauchst Du dafür die Hilfe von Kolleginnen oder Mitarbeitenden, mach es auch für sie so attraktiv wie möglich.
  • erreichbar ist. Zwischenziele, die absehbar kaum zu schaffen sind, bringen nichts. Schon gar nicht, wenn Du andere mitnehmen willst.
  • einen Zeitrahmen hat. Nur so wird Dein Zwischenziel zu einem klaren Meilenstein. Der Zeitrahmen zeigt Dir auch, ob Dein Vorgehen funktioniert.

Mit jedem erreichten Zwischenziel wirst Du sicherer, dass Du Dein großes Ziel schaffst. Es liegt immer deutlicher vor Dir und rückt näher.

SMART-Ziele formulieren: Checkliste

  • Schreib Dein Ziel in einem Satz auf.
  • Prüfe: Ist klar, was genau herauskommen soll?
  • Leg fest, woran Du den Erfolg misst.
  • Notiere, warum Dich das Ziel reizt.
  • Frag Dich, ob es mit Deinen Mitteln erreichbar ist.
  • Setz ein Datum und plane Zwischenschritte.
  • Verknüpfe das Ziel mit einem Verhalten und mit dem Bild, wer Du sein willst.

Ohne Zielorientierung kommst Du über ein gewisses Maß an Erfolg kaum hinaus. Mach Deine Karriere nicht vom Zufall oder von den Launen Deiner Vorgesetzten abhängig. In unserer Karriereberatung formulieren wir gemeinsam Dein großes Ziel und die Zwischenziele dorthin. Als Führungskraft unterstützt Dich das Führungskräftecoaching. Das Coaching läuft online per Zoom. Das kostenlose Kennenlerngespräch läuft meist telefonisch.


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