Mai 3

Problemlösung mit dem Fischgräten-Diagramm

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Das Fischgräten-Diagramm ist eine einfache Methode zur Problemlösung. Du schreibst das Problem an den Kopf des Fisches und ordnest die möglichen Ursachen auf den Gräten an. So siehst Du auf einen Blick, wo Du ansetzen musst.

In jedem Beruf gibt es Probleme, die gelöst werden müssen. Projektmanagerinnen und Projektmanager kennen das besonders gut. Aber auch sonst lohnt sich eine gute Strategie zur Problemlösung. Hier lernst Du, wie Du mit dem Fischgräten-Diagramm Ursachen erkennst und behebst.

Fischgräten-Diagramm

Wofür wird das Fischgräten-Diagramm genutzt?

Ursache-Wirkungs-Diagramm

Das Diagramm geht auf den japanischen Chemiker Kaoru Ishikawa zurück. Deshalb heißt es auch Ishikawa-Diagramm. In Deutschland kennt man es außerdem als Ursache-Wirkungs-Diagramm. Ishikawa nutzte es im Qualitätsmanagement. Heute kommt es in vielen Bereichen zum Einsatz.

Am häufigsten wird es im Projektmanagement genutzt. Es hilft nicht nur, ein Problem zu erkennen. Es benennt auch die verschiedenen Ursachen, die das Problem auslösen. Oft kommen viele Ursachen zusammen. Dann entsteht schnell ein Durcheinander. Eine grafische Darstellung bringt Ordnung hinein.

Die 6 M des Fischgräten-Diagramms

Im klassischen Modell geht es um sechs Bereiche, die alle mit M beginnen:

  • Mensch
  • Material
  • Maschine
  • Mitwelt (oder Umwelt)
  • Methode
  • Management

Mit dem Diagramm untersuchst Du, welche Probleme in jedem Bereich auftreten. Beim Menschen geht es zum Beispiel um Fehler von Mitarbeitenden. Es geht auch um Umstände, die die Leistung bremsen, etwa ein schlechtes Betriebsklima. Beim Material stehen veraltete Systeme oder nötige Investitionen im Fokus. Maschinen und Anlagen betrachtest Du separat im dritten Punkt.

Die Mitwelt umfasst alles, was im Umfeld passiert. Dazu können die Konkurrenz oder andere Abteilungen gehören. Die Methode betrifft Planung und Umsetzung des Projekts. Welche Tests nutzt Ihr? Wie prüft Ihr die Daten? Beim Management geht es um Steuerung und Planung. Hier sorgen vor allem schlechte Kommunikation und fehlende Klarheit für Probleme.

Wann hilft Dir das Fischgräten-Diagramm konkret weiter?

Es gibt viele Situationen, in denen Dir das Diagramm hilft. Hier sind Beispiele aus dem Beruf und aus dem Privatleben:

  • Ihr wollt im Unternehmen Euer Qualitätsmanagement verbessern.
  • Du musst schnell eine Lösung finden und willst nicht nur Symptome behandeln.
  • Das Problem hängt von sehr vielen verschiedenen Faktoren ab.
  • Du hast schon andere Wege versucht und hast das Gefühl, etwas übersehen zu haben.
  • Du willst privat eine Entscheidung treffen und fragst Dich, welche Faktoren das Ergebnis beeinflussen.
  • Du bewirbst Dich und überlegst, welche Eigenschaften Dein neuer Traumjob haben sollte.

So baust Du Dein eigenes Fischgräten-Diagramm

Fischgräten-Diagramm Schritt 1
Fischgräten-Diagramm Schritt 2
Fischgräten-Diagramm Schritt 3

Hier bekommst Du eine Anleitung Schritt für Schritt. Du musst kein Fisch zeichnen können. Wichtig sind nur die Gräten.

  1. Kopf: Schreib das Problem, das Du lösen willst, an den rechten Rand. Alternativ notierst Du dort ein Ziel, das Du erreichen willst.
  2. Rückgrat: Zieh einen langen waagerechten Strich nach links. Hier docken gleich die Ursachen an.
  3. Gräten: Zieh schräge Linien vom Rückgrat ab. Jede Gräte steht für einen Einflussfaktor.
  4. Kategorien: Beschrifte die Gräten. Nimm die 6 M oder eigene Kriterien, die für Dein Thema wichtig sind.

Damit es übersichtlich bleibt, nimm höchstens sechs Gräten. Sobald die Kategorien stehen, ist Dein Diagramm fertig. Jetzt geht es an die Ursachen und ihre Auswertung.

Die Problemlösung in drei Schritten

Nun willst Du das Problem lösen oder Dein Ziel erreichen. Dafür gibt es drei einfache Schritte. Mit ihnen kommst Du schnell voran und schaffst Dir einen klaren Ablauf.

Schritt 1: Ursachen sammeln

Untersuche jede Kategorie einzeln. Wie trägt sie zum Ergebnis bei? Wo siehst Du Lücken, Probleme oder festgefahrene Muster? Was hast Du bisher übersehen? Welche neuen Ideen wären wichtig?

Geht es um eine Entscheidung, frag Dich: Was ist mir besonders wichtig? Worauf will ich nicht verzichten? Geh systematisch von Gräte zu Gräte. Schreib die Ursachen klein unter die jeweilige Gräte.

Schritt 2: Ursachen gewichten

Überlege als Nächstes, welche Ursachen Du angehen willst. Willst Du schnell erste Erfolge sehen? Dann kümmere Dich um Ursachen, die sich rasch beheben lassen. Geht es um tiefere Ursachen, lohnt es sich, mehr Zeit zu investieren.

Auch bei einer Entscheidung musst Du gewichten. Ein Beispiel ist die Wahl zwischen zwei Jobangeboten. Welche Faktoren sind Dir wichtiger als andere?

  • Spielt das Gehalt eine größere Rolle als der Arbeitsweg?
  • Steht die Work-Life-Balance für Dich im Mittelpunkt?
  • Wie wichtig sind Dir Team, Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten?

Schritt 3: Maßnahmen planen

Jetzt weißt Du, welche Punkte für die Lösung zählen. Stell nun konkrete Pläne auf, allein oder mit Deinem Team. Im Projektmanagement helfen Dir dabei SMART-Ziele.

Hol Dir bei persönlichen Themen ruhig Hilfe. Mit einem klaren Ablauf verstehen andere besser, wo sie Dich unterstützen können. Der Austausch kann auch dazu führen, dass sich manche Ursachen auflösen. Andere werden dafür wichtiger. Aktualisiere Dein Diagramm deshalb regelmäßig und überarbeite Deine Pläne.

Das Fischgräten-Diagramm für Deine Berufswahl

Die Methode eignet sich gut für die Frage, welcher Job zu Dir passt. Schreib „Mein nächster Job“ an den Kopf. Nimm als Gräten zum Beispiel Aufgaben, Team, Gehalt, Arbeitsort, Werte und Entwicklung. So siehst Du, was Dir wirklich wichtig ist.

Willst Du diese Klärung nicht allein machen? In unserer Karriereberatung klären wir Stärken, Werte und Ziele mit Dir. Daraus machen wir einen konkreten Plan. Das Coaching läuft online per Zoom. Das kostenlose Kennenlerngespräch läuft meist telefonisch.


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