Selbstmarketing- Du bist dein bestes Produkt!

Selbstmarketing - DU bist dein bestes Produkt!

Selbstmarketing kennen wir eigentlich alle seit klein auf. Bestimmt musstest du schon mal ein Referat in der Schule halten oder dich in einem neuen Freundeskreis oder Verein behaupten. Vielleicht hast du sogar schon mal auf einem Flohmarkt etwas von dir verkauft.

Sich selbst gut verkaufen zu können ist eine der Kernkompetenzen unseres Lebens. Es kommt in fast jeder Lebenslage vor, besonders in der Arbeitswelt. Deshalb haben wir uns die wichtigsten Bereiche des Selbstmarketings im Beruf angeschaut und erklären dir, wie du dich selbst als Produkt am besten verkaufen kannst.

Marketingstrategien

Selbstbewusste Bewerbung - Drei Schritte zu deinem Traumjob!

Um Selbstmarketing im Job erfolgreich anwenden zu können, musst du natürlich erst einmal einen Job haben. Jetzt sitzt du also vor einer beliebigen Jobbörse im Internet und schaust dir hundert verschiedene Stellen an, die alle irgendwie gleich und doch unterschiedlich sind. Wie kannst du jetzt herausfinden, welche Stelle für dich am besten geeignet ist? Bei welchem Unternehmen solltest du dich am besten bewerben? Wir helfen dir mit den folgenden 3 Schritten zu deinem Traumjob:

  1. Strategisches Selbstmarketing durch Selbstanalyse 

Bevor du den richtigen Job für dich finden kannst, musst du erst einmal dich selbst gut kennen. Stelle die dafür selbst einige Fragen und mache dir Notizen dazu. Was kannst du wirklich gut? Also wo liegen deine beruflichen Qualifikationen? Hast du einen Abschluss oder vielleicht zusätzliche Weiterbildungen? Wo liegen deine Stärken und Schwächen, sowohl berufliche wie auch persönliche? Welche Aufgaben machen dir besonders viel Spaß und wo musst du dich jedes Mal erneut zu zwingen, selbst wenn du diese Aufgaben vielleicht in deiner Ausbildung gelernt hast? Was hast du schon für Erfahrungen gesammelt und wie können dir diese weiterhelfen?

Und ganz zuletzt: Das Wichtigste! Was wünschst du dir persönlich, was sind deine Bedürfnisse und was sind deine beruflichen Ziele, die du erreichen möchtest? Zu diesen Themen zählt zum Beispiel die Vorstellung deines Arbeitsalltags. Arbeitest du im Team oder allein? Wenn du erfolgreich werden möchtest, eignet sich ein großes Unternehmen vermutlich besser als ein kleines Start-up.

Sind deine persönlichen Bedürfnisse aber darauf ausgerichtet, dass du viel Abwechslung in deinem Alltag hast und vielleicht sogar Home-Office und persönliche Absprachen möglich sind, dann ist vermutlich ein kleineres Unternehmen für dich besser geeignet. Ist es dir wichtig, dass du zusätzliche Weiterbildungen machen kannst? Wieviel Geld möchtest du verdienen? All diese Fragen sind entscheidend und für dich, um das richtige Unternehmen ausfindig zu machen.

  1. Operatives Selbstmarketing durch Stellenanalyse 

Nun hast du sowohl deine Stärken und Schwächen als auch deine privaten Bedürfnisse und deine beruflichen Ziele identifiziert. Dadurch kannst du die unzähligen Stellen im Internet viel besser darauf untersuchen, ob sie eigentlich zu dir passen und ob du zu ihnen passt. Der Großteil aller Stellenanzeigen ist so aufgebaut, dass einmal die notwendigen beruflichen Qualifikationen und andererseits die persönlichen Voraussetzungen genannt werden. All diese Punkte notierst du dir und arbeitest dann mit dem Ampelsystem, welches wir auch seit Jahren in unserem Coaching verwenden.

Das Ampelsystem

Frage dich, ob du die Aufgaben und persönlichen Voraussetzungen zu hundert Prozent erfüllen kannst. Dann bekommt dieser Aspekt einen grünen Kreis. Erfüllst du diesen Teilbereich noch nicht vollständig, kannst aber daran arbeiten indem du zum Beispiel Weiterbildungen machst? Diese Aufgabe bekommt einen gelben Kreis. Du hast das Gefühl, dass du persönlich zu dieser Voraussetzung überhaupt nicht passt, oder zum Beispiel ein Studienabschluss vorausgesetzt wird, den du nicht vorweisen kannst? Male hinter diesem Bereich einen roten Kreis. Ziel ist natürlich, so viele grüne Kreise, wie möglich zu haben. Rote Kreise sind Ausschlusskriterien, die oft nicht verhandelbar sind.

Dennoch kann man hier noch zwischen den beruflichen Voraussetzungen und den persönlichen unterscheiden. Wenn du einen Abschluss, den du brauchst, nicht hast, würde dich niemand einstellen. Bei einer persönlichen Voraussetzung, die du nicht erfüllst, kann man unter Umständen überlegen, ob du deinen Job auch anders ausführen kannst. Du sprichst zum Beispiel nicht gerne persönlich mit vielen Menschen? Vielleicht hat das Unternehmen eine vergleichbare Stelle in einer Abteilung, in der du nur schriftliche Korrespondenzen führen musst und somit den Kundenkontakt vermeiden könntest. Bei vielen gelben oder mehr als einem roten Kreis auf deine Liste, solltest du dich vermutlich sofort für eine andere Stelle entscheiden, um bei der Bewerbung nicht enttäuscht zu werden.

  1. Die SAHRA-Story - unser Erfolgsmodell!

Nach längerem Suchen hast du jetzt also deine Traumstelle gefunden! Jetzt muss auch deine Bewerbung überzeugen und zwischen all den anderen herausstechen. Das schaffst du heutzutage nicht mehr mit dem alten klassischen Prinzip „Ich bin cool, ihr seid cool, lasst uns zusammen coole Sachen machen!“, sondern du musst dich etwas mehr ins Zeug legen! Für ein Unternehmen bist du im ersten Moment ein Risiko, denn du kostest vom ersten Tag an Geld, ein Gehalt. Deshalb musst du deinen zukünftigen Vorgesetzten erklären, warum es sich für sie lohnt dieses Risiko einzugehen und dich einzustellen. Sie wissen ja nicht im Vorhinein, ob du die Aufgaben, die man dir überträgt, auch vollständig erfüllen kannst. Deswegen musst du ihnen ihre Angst nehmen und ihnen erklären, warum du für die Aufgaben, die du übernehmen sollst, perfekt geeignet bist.

  • Situation
  • Aufgabe
  • Handlung
  • Resultat
  • Aussicht

Das machst du mit unserem Erfolgsmodell, der SAHRA-Story. SAHRA steht für Situation, Aufgabe, Handlung, Resultat und Aussicht. Du erklärst mithilfe von Storytelling, welche Erfahrungen du in den vorhergehenden Jobs gesammelt hast und wie diese dir für deinen neuen Job weiterhelfen. Das Storytelling funktioniert sowohl im Bewerbungsanschreiben als auch im Bewerbungsgespräch. Du beziehst dich auf eine Aufgabe, die dir in der Jobanzeige gestellt wurde und beschreibst, woher du diese Situation aus deiner Berufserfahrung bereits kennst. Dann schilderst du eine konkrete Aufgabe, die besonders herausfordernd war und bei der du dein Können unter Beweis stellen konntest. Erkläre durch welche Handlung du hast geschafft hast, die Aufgabe zu lösen und anschließend, welches Resultat deine Handlung für das Unternehmen hatte. Zuletzt gibst du eine Aussicht darauf, wie du diese Erfahrung bei deiner neuen Stelle einsetzen kannst. 

Brauchst du Hilfe?

Wenn du dir nicht sicher bist, welche Erfahrungen für das Storytelling sinnvoll sein könnten, oder du im Storytelling noch nicht sonderlich gefestigt bist, dann kannst du dich natürlich auch immer an uns wenden. Wir helfen dir gerne in einem persönlichen Coaching, deine Traumstelle mit der Ampelmethode herauszufinden und anschließend die perfekte Bewerbung mit Hilfe das SAHRA-Modells und einigen anderen Tricks zu schreiben. So kannst du sicher sein, dass du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Melde dich einfach auf unserer Website für einen kostenlosen Kennenlern-Call an!

Selbstmarketing im Job - die wichtigsten Dos und Don´ts!

Selbstmarketing im Job

Wir haben dir bereits erklärt, wie Selbstmarketing bei der Bewerbung am besten funktioniert und worauf du achten solltest. Im besten Falle konntest du mit diesen Tipps überzeugen und hast somit deinen Traumjob bekommen. Nun wollen wir dir zeigen, wie du Selbstmarketing auch bei deiner neuen (oder schon länger vorhandenen) Stelle umsetzen kannst und erklären dir dafür die wichtigsten Dos und Don´ts für deinen Arbeitsalltag:

Dos:
  1. Hilf deinen Kollegen und Vorgesetzten!

Wenn du deine Stärken kennst, kannst du sie dementsprechend gezielt einsetzen. Bei einem großen Projekt kannst du deine Kollegen mit deinen Fähigkeiten unterstützen. Dadurch wirkst du nicht nur sympathisch und hilfsbereit, sondern alle bekommen mit, was du eigentlich kannst. Du baust dir ein Image auf, das über deine eigene Abteilung hinausgeht, denn Selbstmarketing funktioniert natürlich auch über Mund zu Mund Propaganda. Vielleicht fragen dich dann bald auch andere Abteilungen um deine Hilfe.

  1. Halte deinen Chef auf dem Laufenden!

Das kannst du zum Beispiel durch regelmäßige Zwischenberichte machen, wenn du eine wichtige Stelle in einem Projekt einnimmst. Dadurch fallen deine Leistungen nicht unter den Tisch. Gleichzeitig wirkst du nicht zu aufdringlich, wenn du professionelle Berichte abgibst, anstatt nur auf dem Flur mit deinem Können zu prahlen. Außerdem bleiben deine Fähigkeiten dadurch einerseits in Erinnerung und andererseits messbar.

  1. Melde dich zu Wort!

Um erfolgreich im Beruf zu sein, musst du auffallen und das funktioniert, indem man dir zuhört. Versuche dich bei Meetings in Diskussionen zu integrieren und äußere deine Meinung. Klar, nicht alle werden immer deine Meinung haben, aber ein Austausch ist für den Erfolg des Unternehmens besonders wichtig. Bei größeren Meetings fällst du durch deine Wortbeiträge möglicherweise sogar Führungskräften auf, was dich auch persönlich weiterbringen kann. Dieser Aspekt ist oft für Frauen sehr relevant, weshalb wir darauf später nochmal gezielt eingehen werden.

Kommen wir jetzt also zu den Don´ts. Auch hier gibt es eine Menge zu beachten, denn aus Selbstmarketing kann ganz schnell Überheblichkeit werden, wenn du nicht aufpasst.

Don´ts
  1. Erzähl keinen Quatsch!

Du hast etwas Großes erreicht? Dann darfst du auch über deine Leistungen sprechen, das ist selbstverständlich. Trotzdem darfst du nicht ständig übertreiben oder sogar Unwahrheiten darüber verbreiten, was du geleistet hast. Denn besonders bei Projekten arbeitest du ja nicht allein und die anderen Mitglieder merken sofort, wenn du übertreibst. Dies bekommen dann auch deine Vorgesetzten mit und sofort hast du ein ganz negatives Image.

  1. Qualität vor Quantität!

Während es beim Selbstmarketing auf Social Media auf beide Faktoren ankommt, zählt im Job vor allem die Qualität. Wenn du bei jedem kleinen Erfolg aus einer Mücke einen Elefanten machst, wirkst du schnell arrogant und unsympathisch. Die Folge ist, dass dich deine Mitarbeiter nicht mehr um deine Hilfe bitten, damit du nicht wieder anfängst, mit deinen Erfolgen zu prahlen. Stattdessen solltest du nur hin und wieder deinem Chef von deinen größten Erfolgen berichten, denn dadurch wirst du sympathisch und gleichzeitig bescheiden. Dann gönnt man dir deinen Erfolg viel mehr.

  1. Weniger ist mehr!

Natürlich bist du stolz auf deine Erfolge und es ist auch völlig in Ordnung, davon zu berichten. Du musst aber nicht 3 Wochen am Stück immer wieder davon erzählen, wie du mit deiner Überzeugungskraft den einen Großkunden gewonnen hast. Erstens wissen das wahrscheinlich sowieso alle und zweitens wirkt das ziemlich arrogant. Deine Vorgesetzten werden schon mitbekommen, was du für eine großartige Arbeit geleistet hast. Du musst es aber nicht jedem immer und immer wieder auf die Nase binden. Manchmal wird ein Erfolg von dir nicht so gewürdigt, wie du es dir gewünscht hättest. Sprich in so einem Fall mit einem vertrauten Kollegen oder einer netten Kollegin darüber, ob du deine Leistung vielleicht falsch eingeschätzt hast und, wie du beim nächsten Mal besser vorgehen kannst.

Im Folgenden wollen wir dir noch ein paar speziellere Tipps an die Hand geben, wie dein Selbstmarketing zu 100% erfolgreich wird. Deshalb befassen wir uns noch mit dem Aufbau deiner eigenen Marke, ein paar speziellen Tipps für Frauen beim Selbstmarketing und mit der Rolle von Social Media. Let´s go!

Personal Branding - der Bau deiner eigenen Marke!

Personal Branding

Im letzten Absatz haben wir dir gezeigt, wie du es mit Selbstmarketing schaffst, im Beruf positiv aufzufallen und was für ein negatives Image sorgen kann. Nun kommt es darauf an, dir durch Personal Branding eine eigene Marke aufzubauen. Das heißt nicht, dass du dir ein neues Produkt ausdenken musst, sondern wie der Begriff „personal“ also persönlich bereits sagt, bist du selbst dein Produkt. Wie verkaufst du dich als Marke am besten? Hierzu drei wichtige Tipps!

  1. Bleibe immer du selbst!

Beim Personal Branding geht es in keinem Fall um Heuchelei. Wir haben bereits bei den Don´ts des Selbstmarketings gelernt, dass du immer bei den Fakten bleiben solltest und Dinge nicht übertreiben darfst. Beim Personal Branding geht es nicht darum, dass du dir überlegst, wer du gerne wärst oder wie du gerne auftreten würdest. Du musst überlegen, wie du die Person, die du nun mal bist, mit all ihren Werten, Fähigkeiten und Vorstellungen als ein fertiges Produkt mit Individualität verkaufen kannst.

Versuche bitte nicht, dich von anderen Menschen wie Mitarbeitern oder Vorgesetzten in eine Rolle drängen zu lassen. Dann musst du dich auf Dauer immer wieder verstellen. Frage dich selbst, wie du in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden möchtest. Was sind deine Vision, deine Werte und Ziele, die du vertreten möchtest und mit denen man dich identifizieren soll? Baue dir ein eigenes Image auf, das du nicht ständig wieder ändern musst. Ein anhaltender Imagewechsel wirkt wenig authentisch und deine Mitarbeiter und Kollegen vertrauen dir nicht mehr.

  1. Du brauchst als Person einen Wiedererkennungswert!

Wenn du jetzt also weißt, wofür du stehen möchtest, kannst du deine Marke Ich so aufbauen, dass dein Umfeld gewisse Themen oder Vorstellungen immer sofort mit dir verbindet. Das funktioniert im Grunde nicht anders als jedes Markenprodukt im Supermarkt. Ein Produkt, völlig egal, ob es eine Getränkemarke oder vielleicht sogar ein Auto ist, hat eigene Aspekte, die du immer mit diesem Produkt verbindest. Das kann eine Farbe sein, eine Schriftart oder ein Logo. In der Werbung werden diese Aspekte dann so verdichtet zusammengefügt, dass sie dir in Erinnerung bleiben.

Das kannst du natürlich auch! Gibt es ein Themenbereich, bei dem du dich besonders gut auskennst, eine Fremdsprache zum Beispiel? Du bist die einzige Person im gesamten Unternehmen, die fließend italienisch spricht? Dann werden sich immer alle an dich wenden, wenn sie Hilfe bei einem italienischen Geschäftspartner brauchen. Somit bekommst du eine Monopolstellung.

Auch dein persönlicher Stil ist entscheidend. Kleide dich für deine Stelle angemessen, aber entwickle deinen eigenen unverkennbaren Stil. Überlege dir zum Beispiel eine übliche Floskel, die du immer unter deine Mails schreibst. Dadurch verbinden deine Kollegen und deine Vorgesetzten diese Formulierung sofort mit dir. Entwickle selbst eine Art Markenzeichen von dir. Das kann ein Schmuckstück sein oder eine Farbe, die sich in deinem Outfit und deinem Schreibtisch wiederfindet. Deiner Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, du bleibst du selbst!

  1. Setze auf Zwischenmenschlichkeit!

Dabei ist es völlig egal, ob es um die Beziehung zwischen deinem und einem anderen Unternehmen oder zwischen dir und einem Kunden geht. Jeder Mensch hat Gefühle und möchte sich deswegen persönlich und emotional angesprochen fühlen. Dein Produkt und du selbst müssen nicht nur eine hohe Qualität haben, sondern auch vertrauenswürdig und fair wirken.

Besonders für Selbstständige ist es enorm wichtig, nicht nur mit der eigenen Dienstleistung zu werben. Sie müssen sich selbst als Person verkaufen und sich durch ein Wiedererkennungswert von der Konkurrenz abheben. Wenn ein Kunde dein Produkt oder deine Dienstleistung mit einem Konkurrenten vergleicht und ihr qualitativ auf einem Level seid, entscheidet sich der Kunde heute meistens nicht mehr für das günstigere Produkt, sondern für das, wo er sich persönlich besser aufgehoben fühlt. Deine Personal Brand macht es dir somit einfacher zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Diese können dir nicht nur dein Privatleben, sondern auch dein Berufsleben erleichtern und dir durch deine sympathische Art vielleicht ganz neue Türen öffnen.

Da Social Media beim Selbstmarketing einen sehr großen Stellenwert hat, beschäftigen wir uns mit diesem Thema nochmal sehr ausführlich am Ende dieses Artikels. Social Media macht auch einen großen Teil von Personal Branding aus. Aufgrund dieser Bedeutung wollten wir das Thema aber separat und nicht als einzelnen Tipp bearbeiten. Also, bleib gespannt!

Selbstmarketing für Frauen, so präsentierst du dich selbstbewusst!

Selbstbewusste Frauen

Mittlerweile haben wir festgestellt, dass Selbstmarketing gar nicht immer so einfach ist. Es gibt schließlich viel zu beachten. Vor allem als Frau in einem Pool voller männlicher Mitarbeiter ist es oft besonders schwierig, sich selbst souverän zu präsentieren. Dadurch wird auch schnell die nette Kollegin zur Konkurrentin und dann glaubst du, gar keine Ansprechperson mehr zu haben. Wir zeigen dir die 5 besten Tipps, wie du dich selbstbewusster präsentieren kannst und eine Strategie für dein eigenes Selbstmarketing aufstellst, damit du in jeder Lebenslage erfolgreich sein kannst.

Was kannst du und was willst du?

Vor allem die erste Frage musst du nicht allein beantworten. Oftmals kennt dich dein Umfeld recht gut, egal ob auf der Arbeit oder im Privatleben. Es kann dir Tipps geben, in welche Richtung du dich orientieren könntest. Manchmal entdeckst du dadurch einen neuen Themenbereich, über den du noch gar nicht nachgedacht hast. Traue dich, auch hier genauer hinzuschauen. Frage dich, was deine Stärken sind und wie du sie einsetzen möchtest.

Dabei ist es egal, ob du dir jeden Tag dafür Zeit nimmst und immer 5 Minuten an deinen Zielen arbeitest oder, ob du dir vielleicht einen festen Tag in der Woche aussuchst, an dem du dich mit deiner Zukunft und deinen Zielen beschäftigen möchtest. Versuche dabei stets offen und realistisch zu bleiben. Wenn ein Thema mal nicht so klappt, wie du es dir vorgestellt hast, dann versteife dich nicht zu sehr darauf. Das könnte dich auf Dauer verunsichern und demotivieren. Überlege dir stattdessen, was du mit deinen Stärken noch anfangen kannst.

Sei laut und versteck dich nicht!

Dieser Punkt ist in allen Jobs relevant und unabhängig davon, ob du männlich, weiblich oder divers bist. Dennoch fällt auf, dass sich besonders Frauen hier immer noch schwerer tun. Sobald du dich also für etwas entschieden hast und dieses Projekt durchziehen möchtest, musst du auch mit anderen darüber sprechen. Niemand kann dich bei deinen Projekten unterstützen, wenn er nicht weiß, dass es sie gibt! Sei stark in deiner Ausdrucksweise und verwende keine Wörter, die das Gefühl vermitteln, dass du an dir selbst zweifelst. Gerade als Frau darfst du selbstbewusst und selbstbestimmt sein und musst dich nicht immer unterordnen!

Auch DU darfst mal auf den Tisch hauen, wenn du ständig überhört wirst und deine Kollegen dich vielleicht nicht ernst nehmen. Das gilt auch für Projekte. Trau dir und deinen Stärken über den Weg und probiere neue Dinge aus, die du spannend findest. Überlasse die wirklich interessanten Aufgaben nicht immer den Anderen. Es besser, etwas Neues auszuprobieren und über dich hinauszuwachsen, ohne dabei hundert Prozent perfekt zu sein.

Niemand wird stolz auf dich sein, wenn du immer im gleichen Trott steckst, den du zwar kannst, bei dem du aber nicht auffällst. Wenn du selbstbewusst auftrittst, machst du dir einen Namen- nicht nur in deiner eigenen Abteilung, sondern vielleicht auch an anderen Stellen des Unternehmens. Dadurch bekommst du vielleicht Chancen, mit dem du vorher gar nicht gerechnet hättest.

Selbstmarketing und Werte
Sell yourself und bestehe auf deinen Wert!

Deine Ideen sind gewissermaßen dein Produkt. Also musst du dich und dein Produkt bestmöglich verkaufen. Du hast eine Idee für ein neues Projekt? Dann solltest du dir eine Strategie überlegen, wie du dieses Produkt für dein Gegenüber am attraktivsten machst. Vielleicht nimmst du dir einen ruhigen Moment mit deinem Chef oder deiner Vorgesetzten und erläuterst mit Fakten oder Statistiken, warum genau dein Projekt das Beste ist, was dem Unternehmen gerade passieren kann. Im nächsten Satz erklärst du dann, warum genau du die Person bist, die dieses Projekt leiten sollte. Hast du das Projekt einmal bekommen, dann bestehe auf deinen Wert!

Frauen verdienen in Führungsposition bis zu 20% weniger als Männer. Das liegt auch daran, dass sie sich in Gehaltsverhandlungen klein reden lassen. Am besten tauscht du dich sowohl mit anderen Frauen als auch mit Männern aus. Das hilft dir, dir zu vergegenwärtigen, wo und wie groß die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind. Übe im privaten Umfeld, wie du auf deinen Wert bestehen kannst. Wenn ein Unternehmen dich wirklich haben will, dann werden sie auch mehr für dich bezahlen. Hab keine Angst, dass sie dich nur nehmen, wenn du günstig für sie bist. Denn dann ist es das Unternehmen nicht wert, dass du deine Zeit und Kreativität in sie investierst.

Was macht dich aus?

Wenn du andere Menschen davon überzeugen möchtest, dass du die richtige Person für etwas bist, dann musst du wissen, was dich ausmacht. Dazu zählt natürlich nicht nur dein Wissen, sondern auch deine Persönlichkeit und dein Charakter. An beidem lässt sich stetig arbeiten. Durch Weiterbildungen kannst du dich speziell qualifizieren. In je mehr unterschiedlichen Themen du dich privat fortbildest, desto interessanter wirst du für deine Arbeitgeber und kannst neue Aufgabenbereich übernehmen.

All das zählt auch ins Personal Branding mit rein, auf das wir im vorherigen Absatz bereits genauer eingegangen sind. Bleibe also natürlich, aber steigere deinen Wiedererkennungswert. Jemand braucht Hilfe in einem bestimmten Fachgebiet oder eine gewisse Formulierung fällt in der Cafeteria, vielleicht fällt eine Farbe auf? Deine Kollegen und Kolleginnen sollen all das immer direkt mit dir verbinden. So vergisst dich wirklich niemand mehr!

Kein Selbstmarketing ohne soziale Kontakte!

Zuletzt sei gesagt, dass du niemals erfolgreiches Selbstmarketing betreiben kannst, wenn du dich nicht mit anderen Menschen austauschst und mit ihnen in Kontakt trittst. Du kannst dir in so gut wie jeder Lebenslage ein soziales Netzwerk aufbauen. Dabei ist es völlig egal, ob das am Arbeitsplatz, in den sozialen Netzwerken oder in der Freizeit passiert. Durch deine Kontakte erfährst du von neuen Chancen und Möglichkeiten, die dich in deinem beruflichen Werdegang weiterbringen können. Selbst im Urlaub kannst du dabei manchmal neue Leute kennenlernen, die dich auf eine ganz neue Idee bringen. Tausche dich vor allem mit anderen Frauen aus, da sie verstehen können, wie schwierig es sein kann sich als Frau - besonders in Führungspositionen, durchzusetzen. Gemeinsam seid ihr stärker!

Die Rolle von Social Media - Darauf solltest du achten!

Selbstmarketing auf Social Media

An mehreren Stellen haben wir bereits festgestellt, dass sich Social Media und Selbstmarketing heute nicht mehr voneinander trennen lassen. Ob LinkedIn, Facebook, Xing oder die eigene Website - Selbstmarketing auf Social Media ist in der heutigen Zeit ein absolutes Muss. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass sich all diese Plattformen als eine Art Publisher verstehen.

Das bedeutet, dass sie wollen, dass ihre Nutzer möglichst lange auf der Website bleiben. Deswegen müssen die Postings besonders interessant sein. So generierst du für die Plattform Nutzer, die lange online sind und das Netzwerk dankt es dir damit, dass es deine Beiträge vermehrt anzeigt. Um erfolgreich zu sein, brauchst du daher eine Strategie, bei der du nicht zu sehr in Selbstbeweihräucherung abdriftest, sondern echtes Interesse weckst und hältst. Welche Social Media Plattformen sind also besonders wichtig und welche können weggelassen werden?

Wir stellen dir unsere Top 4 Social Media Plattformen vor:
  • Xing
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn

Xing ist mehr als nur ein modernes Telefonbuch. Mache dich erst interessant durch deinen Akademischen Abschluss und dein Expertengebiet! Wenn du hier zusätzlich Premium Mitglied bist, kannst du besser auf Kontaktanfragen reagieren und wirkst für den Kunden erreichbarer. Du stellst dich mit deinem Lebenslauf vor und machst dich interessant für potenzielle Kunden oder Geschäftspartner. Hier zählt also vor allem der erste Eindruck. Im Anschluss kannst du dich mit anderen Nutzern in Diskussionen austauschen und auch darüber dein eigenes Netzwerk erweitern und berufliche Chancen nutzen.

Twitter ist für dich vor allem geeignet, wenn du viele längere Artikel hast, die du auf dieser Plattform anteasern kannst, um dadurch für die anderen Plattformen Werbung zu machen. Deine Followers erwarten hier auf dem Laufenden gehalten zu werden und können dann selbst entscheiden, welcher Content für sie relevant ist. Deine Überschriften müssen spannend sein, da du nicht viel Raum hast, um sofort zu überzeugen.

Facebook hat mittlerweile in Deutschland über 25 Millionen Nutzer. Dieses Volumen bietet die riesige Chance, Facebook nicht nur für private Zwecke zu nutzen. Das Medium wird von vielen Selbstständigen, Freelancern und Unternehmen vor allem genutzt, um sich ein Image aufzubauen. Sie nutzen Facebook für Marketing, bezahlte Werbung und um neue Kontakte zu knüpfen.

Auf dieser Plattform geht es vor allem um den Unterhaltungswert, das heißt deine Inhalte müssen interessant, schnell informativ und spannend sein. Der Aufbau und die Optik der Artikel sind von großer Relevanz, damit die User beim Scrollen bei deinem Artikel hängen bleiben und auch weiterlesen wollen. Du schreibst deinen Post schließlich nicht, damit alle nach den ersten 10 Sätzen aufhören. Also muss der Inhalt entweder sehr spannend sein, oder es ist sinnvoller, den Post relativ kurz zu halten.

Auch LinkedIn erhöht deine Sichtbarkeit vor allem, wenn du mit internationalen Unternehmen oder Geschäftspartnern zusammenarbeiten möchtest. Hier gilt für das Profil das gleich wie bei Xing. Dein erster Eindruck muss überzeugen, du musst gleichzeitig professionell und sympathisch wirken. Gerade bei LinkedIn kannst du auch Blogartikel deiner Website veröffentlichen, da die Nutzer hier gerne interessante längere Artikel lesen. Achte immer darauf, dass du für jede Plattform einen eigenen Post veröffentlichst und es nicht von anderen Plattformen teilst. Dadurch geht dein Posting beim Ranking unter und zu wenige Menschen bekommen überhaupt davon mit.

Sei nahbar!

Für alle sozialen Medien ist es wichtig, dass du als Person auftrittst und du einen Charakter und eine Geschichte hast, anstatt dich hinter einem anonymen Unternehmen zu verstecken. Hier können sich die User oft nichts Konkretes vorstellen und du wirkst uninteressanter. Grundsätzlich solltest du dich aber entscheiden, ob du als Einzelperson oder als Unternehmen auftreten möchtest. Wenn auf jedem Account genau der gleiche Content auftaucht, werden deine Followers verwirrt sein und sich entscheiden, dir nur noch auf einem Profil zu folgen. Facebook ist hierbei eine Ausnahme, da du als Privatperson oft auch noch diversen anderen Content postest.

Wo und wie oft soll ich Content veröffentlichen?

Jetzt stellt sich die Frage, ob sich das überhaupt lohnt, auf so vielen Plattformen parallel online zu sein und, ob man nicht sowieso überall das gleiche posten kann. Und auch wir wissen, dass es anstrengend sein kann, auf diversen Websites aktiv zu sein. Trotzdem ist es wichtig, um sichtbar und interessant zu bleiben. Schließlich steckt in dem Wort „Social Media“ der Begriff sozial und das verlangt auch soziale Interaktion. Wenn du auf Social Media mit einem potenziellen Kunden sozial interagieren möchtest, dann musst du auch regelmäßig und schnell auf ihre Kommentare und Anfragen Antworten können. Daher solltest du bis zu einer Stunde am Tag für die Pflege deiner sozialen Netzwerke aufwenden.

Nun zum Thema Aufmachung der Posts. Selbstverständlich kannst du auf jeder Plattform den gleichen Inhalt posten, dann wirst du aber schnell langweilig und die Followers entscheiden sich, dir nur noch auf einer Plattform zu folgen. Deswegen ist es sinnvoll genau hinzuschauen, was auf welchem Kanal funktioniert. Bei Twitter zum Beispiel ist es sinnvoll, nur die Überschrift eines Artikels zu nennen und dann auf eine andere Website oder eine andere Plattform zu verlinken.

Facebook nutzt du anders. Hier kannst du deinen Artikel anteasern und zum Beispiel den ersten Absatz veröffentlichen. Dadurch wird dein Post nicht zu lang und die User scrollen nicht einfach weiter, weil das Lesen zu zeitintensiv wäre. Du verlinkst auch hier auf deine Website, auf der du den gesamten Blogartikel veröffentlicht hast. Die Leute nehmen sich jetzt die Zeit, um deinen Artikel aufmerksam zu lesen.

Selbstmarketing im Netz

Quantität und Qualität - Was zählt beim Inhalt?

Zuletzt schauen wir uns jetzt also den Inhalt deines Contents an. Hier zählen Quantität und Qualität gleichermaßen. Es bringt nichts, nur einen einzigen, perfekt ausgearbeiteten Artikel pro Monat zu veröffentlichen, der zwar sehr gut ankommt, aber untergeht, weil du den Rest des Monats abtauchst. Genauso ist es sinnlos, jeden Tag irgendetwas zu posten, einfach um etwas zu veröffentlichen, ohne eine Message zu haben.

Auch, wenn du jeden zweiten Tag auf deine Produkte verweist, ohne anderen Content zu posten, langweilst du deine Followers. Selbstverständlich musst du dir nicht jeden Content neu ausdenken und das Rad jedes Mal neu erfinden- das tun wir auch nicht! Es kommt immer gut an, auf andere Artikel zu verweisen, Zitate einzubauen und dadurch Rezensionen zu bekommen. Dadurch findet man deine Seite auch durch Querverweise von anderen Websites, die genau das gleiche machen. So funktioniert Networking.

Persönlichkeit punktet!

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist deine Persönlichkeit. Wenn du ausschließlich Fachartikel veröffentlichst oder dich nur mit deinen Produkten beschäftigst, geht der Mensch hinter deinem Produkt schnell verloren. Um im sozialen Austausch mit deinen Kunden zu bleiben musst du aber sympathisch und nahbar wirken. Schwächen zugeben können und persönliche Themen zu teilen macht dich menschlich und deine Followers haben nicht das Gefühl, dass auf der anderen Seite ein Roboter sitzt.

Das bedeutet jetzt nicht, dass du ein Foto von deinem Osterwochenende mit deiner Oma posten sollst, aber du kannst dich natürlich auch zu deinen privaten Interessen äußern. Dafür kannst du zum Beispiel Reisetipps in Bezug auf deinen letzten Urlaub veröffentlichen oder ein gutes Restaurant aus deiner Stadt empfehlen. Der Umgang damit hängt letztlich immer davon ab, was dein eigentliches Produkt ist und wofür du dein Selbstmarketing einsetzen möchtest.

Überlege dir also genau, was du eigentlich verkaufen willst. Auch du selbst kannst dein eigenes Produkt sein. Was ist dein Verkaufsziel, wen möchtest du ansprechen und wie kannst du diese Person am besten auf dich aufmerksam machen? Der wichtigste Aspekt ist und bleibt deine Sichtbarkeit, denn niemand wird dein Produkt kaufen, wenn er nicht einmal weiß, dass es dein Produkt gibt.

Jetzt bist du komplett auf dein persönliches Selbstmarketing vorbereitet und kannst in jeder Lebenslage voll durchstarten! Wenn du noch weitere Fragen hast, kannst du uns selbstverständlich immer eine Mail schreiben. Wir freuen uns auf dich!

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